Samstag, 31. Dezember 2016

Geheime Zeichen in Pompeji (Die Zeitdetektive #27) von Fabian Lenk

Die Zeitdetektive habe ich als Kind oft gelesen, da ich mich immer sehr für Geschichte interessiert habe. Deshalb möchte ich diese Bücher Mal am Beispiel von "Geheime Zeichnung in Pompeji" empfehlen. Ich habe es dafür noch Mal gelesen und es hat mir immer noch echt gut gefallen.
Es geht um 3 Kinder, Kim, Julian und Leon, die in der Vergangenheit Kriminalfälle lösen. Sie können mit Hilfe eines versteckten Raumes in der Bibliothek in jedes beliebige Jahr und jeden beliebigen Ort der Geschichte reisen. Die Bände im alten Rom, also auch dieser in Pompeji, gefallen mir mit am besten. Natürlich ist der Plot nicht sehr anspruchsvoll aber durchaus spannend und für Kinder deshalb besonders gut geeignet. Meistens geht es um Verschwörungen oder zum Beispiel die Brandanschläge in Rom unter Kaiser Nero. Ganz nebenbei kann man dann viel über die jeweilige Zeit und Kultur lernen und zumindest ich habe das immer sehr interessant gefunden. Schwierige historische Wörter sind im Anhang erklärt was das Buch wirklich leicht zu verstehen macht. Ich würde sie daher jedem Kind empfehlen was auf interessante Art und Weise etwas über Geschichte lernen möchte.

Freitag, 30. Dezember 2016

Harry Potter and the Philosopher's Stone (Harry Potter #1) von J.K. Rowlig [REZENSION]

Harry Potter and the Philosopher's Stone
von J.K. Rowling
7,90€
Bloomsbury UK

Meine Meinung:
Harry Potter ist nicht umsonst eins der beliebtesten Bücher der Welt und ich bin auch ein großer Fan der Reihe, seitdem ich sie (viel zu spät, ich weiß^^^) vor 3 Jahren zum ersten Mal gelesen habe. Dann habe ich sie einige Zeit später alle auf Englisch geschenkt bekommen und direkt gelesen, denn die  Originalsprache ist ja immer noch mal etwas Anderes. Jetzt hatte uich mal wieder Lust auf die REihe und habe den ersten Band, der Stein der Weisen, noch ein mal auf Englisch gelesen. 
Ich habe alle Bücher zusammen in einem Schuber geschenkt bekommen, habe sie mir aber selbst ausgesucht, denn die Bücher gefallen mir wirklich richtig gut! Ich mag die Taschenbücher sehr gerne und die Cover sind kleine Kunstwerke, mein Cover-Favorit ist aber nicht the Philosopher's Stone sondern the Prisoner of Azkaban, aber alle sind wirklich toll. Die Ausgabe ist relativ neu, deshalb sind hinten im Buch immer drei Fakten zum HP Universum enthalten, die von Potermore, also letztendlich von J.K Rowling selbst stammen. Das ist ein netter kleiner Bonus, der noch dazu echt interessant ist! Die Bücher mag ich auf Englisch sehr, da der Schreibstil irgendwie simpler und "unkomplizierter" ist, aber den ganz besonderen Hary-Potter-Witz enthalten. Die Stellen sind lustig aber man hat dabei das Gefühl, dass das Buch nicht versucht lustig zu sein, was sehr angenehm ist. Die ernsten Stellen und epischen Zitate die gefühlt überall im Internet zu finden sind klingen auf Englisch außerdem besser (ist natürlich Geschmackssache), denn so war der Text ja auch gedacht. Wobei der erste Teil da ja noch relativ harmlos ist, die wirklich "dunklen" Szenen vermehren sich ja in den späteren Bänden drastisch. Deshalb mag ich den ersten Band auch so gerne, alles ist einfach friedlich und noch so harmlos. Die erste Ankunft in Hogwarts, Quidditch und Harrys Sorgen mit den Dursleys wirken so schön naiv (das klingt jetzt gemein, ist aber im positiven Sinne gemeint^^).  Auf die spätere komplexe Problematik lassen da ja nur kleine Hinweise schließen. 

Fazit:
Die Harry Potter Bücher gehen einfach immer wieder und den ersten Band mag ich ganz besonders, weil alles noch so friedlich ist. Ich würde jedem Liebhaber der Reihe raten, die Bücher auch auf Englisch zu lesen, denn so passen alle Reime, Witze und Wortspiele und die Geschichte kommt einfach noch einmal anders rüber, nämlich so, wie sie gedacht war. Das Cover der Ausgabe ist wunderschön und die drei kleinen "Funfacts" am Ende des Buches sind ein toller, kleiner Bonus.


5/5 Punkten 

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Die geheime Benedict-Gesellschaft von Trenton Lee Stewart [KURZREZENSION]

Die geheime Benedict-Gesellschaft
von Trenton Lee Stewart
Bloombury-Verlag
9,95€


Meine Meinung:
Die geheime Benedict-Gesellschaft ist ein wirklich schönes Kinderbuch, das definitiv nicht nur an Kinder gerichtet ist. Die vier Kinder Kate, Kleber, Reynie und Constance habe alle eine besondere Begabung, allerdings keine Zauberkräfte oder andere übernatürliche Fähigkeiten.So kann Reynie z.B fast alle Sprachen verstehen und sprechen, da es ihm extrem leicht fällt diese zu erlernen und Kate kommt aus dem Zirkus und kann gut klettern und ist sehr sportlich und erfindungsreich. Außerdem haben alle vier keine Eltern mehr. Die Kinder sind (außer Constance) zwar alle erst 10-12 Jahre alt, aber verhalten sich durch ihre Begabung viel älter, was das Buch für erwachsene Leser sehr gut lesbar macht. Die vier werden von Mr. Benedict ausgesucht um gewissermaßen in einem Fall zu ermitteln. Dabei geht es um Personen die durch Schallwellen die Gedanken und Gehirne der Menschen manipulieren können. Die Thematik ist also eher fortgeschritten und deshalb für kleine Kinder unter Umständen zu kompliziert, wenn man älter ist aber sehr interessant, da das Konzept der Manipulation ja gar nicht mal so unrealistisch ist. Die vier kommen also als "Spion" auf eine Art Internat wo die Kinder manipuliert werden sollen um der Organisation zu diesen. Die ganze Handlung ist richtig spannend, da sie für ein Kinderbuch so außergewöhnlich und überhaupt nicht vorhersehbar ist, was den größten Pluspunkt an dieser Geschichte darstellt. Da die Kinder so verschieden sind, kommt es zu einer interessanten Freundschaft zwischen ihnen, die natürlich öfter in Konflikten endet. Mit über 500 Seiten ist du Geschichte sehr umfangreich und am Ende hat man wirklich das Gefühl, dass die wichtigen Fragen beantwortet sind, was mir immer wichtig ist. Langweilig oder zäh ist die Geschichte eigentlich an keinem Punkt und ich würde das Buch jedem empfehlen, der mal Lust auf eine neue und für ein Kinderbuch ungewöhnliche aber sehr spannende Handlung hat!




4,5/5 Punkten 

Obsidian- Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout [REZENSION]

Obsidian
von Jennifer L. Armentrout
Carlsen-Verlag
18,90€


Inhalt:
Als die 17-jährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren neuen Nachbarn zu klingeln, um neue Freunde zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zugehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat...

Meine Meinung:
Obsidian ist ein ganz anderes Buch als die, die ich sonst so lese. Es lässt sich wahrscheinlich am ehesten in das Genre paranormal-romance einordnen. Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Paranormalen Büchern oder Liebesbüchern bin, aber da ich von Obsidian einige positive Meinungen gehört hatte, wollte ich es mir auch mal anschauen.
Katy Swartz ist die 17-jährige Hauptperson und war mir direkt sehr sympathisch, da sie eine gute Mischung aus Humor und Sarkasmus besitzt. Besonders cool finde ich, dass sie einen Buchblog führt und allgemein von Büchern begeistert ist, denn oft sind sie Hauptpersonen in Jugendbüchern energiegeladene und sportliche Type, die gefühlt "zu cool" für Bücher sind. Dass Katy da die Hobbies gärtnern, lesen und bloggen hat ist mal eine sehr schöne Abwechslung. Als man dann zum ersten mal ihre Nachbarn trifft, wurde mir der Roman direkt zu klischeehaft. Natürlich ist der Nachbar überaus gutaussehend, was sich hauptsächlich durch sein Sixpack definiert und dann öffnet er auch noch passenderweise oberkörperfrei die Tür. Was für ein Zufall. Als sich das Verhältnis weiter entwickelt stellt sich dann schnell heraus, dass er eigentlich ein ziemliches Arschloch ist und sie schlecht behandelt. Katy zieht dann die logische Schlussfolgerung, dass sie ihn nicht mag, findet sein Macho "Badboy" Verhalten aber trotzdem total sexy. Im gesamten Verlauf der Geschichte setzt sich dieses Phänomen durch. Er behandelt sie schlecht aber lässt sie nie ganz in Ruhe und sie steht auf ihn, läuft ihm hinterher und findet ihn irgendwie anziehend während sie ihm aber gleichzeitig sagt, dass sie ihn für einen Mistkerl hält. Dadurch kann sich keine ernsthafte oder gesunde Beziehung aufbauen und dieses ewige hin und her ging mir teilweise echt auf die Nerven, weil es eben komplett klischeehaft Teeniemäßig ist. Auch allein schon die Namen, es ist ja irgendwie dezent auffällig, dass jemand mit dem Namen "Daemon Black" nicht so ganz harmlos und normal seien kann. Ein bisschen unauffälligerer Name wäre vielleicht nicht so auffällig gewesen.
Die sonstige Handlung baut aber an Spannung auf und wenn man nicht schon vorher so wie ich gespoilert wurde, was mit Daemon, Dee und den ganzen anderen los ist, ist die Enthüllung bestimmt ziemlich spannend und überraschend. Es gibt natürlich auch wirklich actionreiche Szenen und besonders das Ende hat es noch einmal in sich.

Fazit:
Obsidian hat eine sehr spannende Handlung mit einigen actionreichen, aber auch genug lustigen Szenen. Die Hauptperson Katy ist sehr sympathisch und weicht durch interessante Hobbies endlich mal wenigstens ein Bisschen von den Durchschnitts -Protagonisten aus Jugendbüchern ab. Ich hatte wirklich Spaß beim lesen und wollte immer wissen, wie es weiter geht. Auch Daemon ist ein interessanter Charakter, leider hat die Story durch ihn nur einen extrem klischeehaften Zug und ich habe mich regelmäßig gefragt, wieso Katy ihm denn wirklich immer hinterherrennen muss, weil das ganze so an den typischen "Badboy" erinnert. Empfehlen würde ich das Buch aber trotzdem allen, die nichts gegen Romanzen haben, denn dann kann man mit diesem Buch wirklich viel Spaß haben.




4/5 Punkten

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Interview mit dem Weihnachtsmann von Erich Kästner [KURZREZENSION]

Interview mit dem Weihnachtsmann
von Erich Kästner
sanssouci-Verlag
9,90€

Meine Meinung:
"Interview mit dem Weihnachtsmann" habe ich mal wieder ausgegraben, da ich gerade dabei bin, alle Weihnachtsbücher zu lesen, die ich finden kann. Das Buch trägt den Untertitel "Kindergeschichten für Erwachsene". Den Titel kann ich nach dem Lesen unterstützen, denn in so gut wie allen Geschichten spielen Kindern die Hauptrolle, allerdings würde ich sie Kindern nicht unbedingt zum Lesen geben^^. Einige der Geschichten gefallen mir ganz gut, auch die Gedichte finde ich witzig. Aber einige der Geschichten finde ich irgendwie sehr seltsam und der Sinn konnte sich mir erst nicht so wirklich erschließen. Einige der Fragen haben sich allerdings geklärt, als ich das Nachwort gelesen habe. Dort wird einiges über die biographischen Hintergründe von Erich Kästner erzählt, die teilweise mit in die Geschichten eingeflossen sind. So lässt sich zum Beispiel die Geschichte "Ein Topf mit Hindernissen" erklären. Manche der Geschichten haben auch nichts mit Weihnachten zu tun, an der Stelle ist der Titel dann etwas irreführend, größtenteils liegt der Fokus aber schon auf Weihnachtsgeschichten. Insgesamt finde ich die Geschichten ganz nett und teilweise lustig, aber mehr auch nicht. Ich mag Weihnachtsbücher mit stimmungsvollen und schönen Geschichten eigentlich lieber, aber so für Zwischendurch waren diese Geschichten nicht schlecht.


3/5 Punkten

Dienstag, 6. Dezember 2016

DEZEMBER 2016 LESEPLÄNE

Dezember! Mein Lieblingsmonat ist jetzt schon fast seit einer Woche da. Gut, dass ich immer so pünktlich bin..^^ Im Dezember versuche ich immer meine Weihnachtsstimmung zu erhöhen. Deshalb lese ich immer wieder so ziemlich alle Weihnachtsbücher, die ich besitze. Sonderlich dick sind die meistens nicht und die sind meistens leicht zu lesen. Bevor ich mit den Weihnachtsbüchern anfange, wollte ich aber noch den letzten
Band der "die Chroniken von Anbeginn" von John Stephens lesen. Ich habe im November ja bereits die ersten beiden Bücher erneut gelesen und im Dezember ist dann "Das Buch Onyx" dran. Weihnachtsbücher besitze ich einige. Jetzt für das Foto habe ich mir

allerdings erst mal nur "Interview mit dem Weihnachtsmann" von Erich Kästner ausgesucht, da ich nicht mehr genau weiß, welche Geschichten da drin vorkamen. Außerdem ein Weihnachtsbuch, was den kreativen Namen "Das große Weihnachtsbuch" trägt. Das ist unglaublich dick und enthält viele Weihnachtsgeschichten und  -gedichte von verschiedenen Autoren. Das lese ich natürlich nicht komplett von vorne bis hinten durch, ich glaube das würde den Rahmen an weihnachtlichen Geschichten etwas sprengen, aber einzelne Geschichten so für zwischendurch sind da echt schöne dabei. Ansonsten muss ich mal schauen, welche Bücher ich so finde, auch die ich jetzt im Dezember lust habe. Ich werde die aber sicher alle in meinem Lesejahr festhalten. Bald werde ich mir auch mal ein neues Handy zulegen und dann kann ich auch endlich frustfrei eBooks lesen, mit der "onleihe" App aus der Bücherei wird sich dann auch bestimmt etwas passendes finden lassen.

Was habt ihr so für Lesepläne? Schreibt mir gerne einen Kommentar! :)

Sonntag, 4. Dezember 2016

November 2016 LESEFAZIT

Lasst uns frohoho und munter sein und uns rehehecht von Herzen freun...! 
Wir haben Dezember! Der Endspurt des Jahres hat begonnen und die letzten beiden Wochen waren echt schon anstrengend mit lauter Terminen und Klausuren. Zum Glück wird das jetzt bis Weihnachten immer weniger und ich freue mich jetzt echt auf die Weihnachtszeit, denn das ist für mich so ziemlich die schönste Zeit im Jahr! 

Für den November hatte ich die Pläne, mal wieder ein paar meiner Lieblingsbüchern zu lesen. Ich wollte "Das Buch Emerald" von John Stephens, "Das Amulett von Samarkand" von Jonatham Stroud und "Die Nacht, in der Mr. Singh verschwand" von Sabine Ludwig erneut zu lesen. Diese Bücher habe ich auch alle gelesen und komme wie jedes mal zu dem Fazit, dass ich sie einfach immer wieder lesen kann, denn die Geschicht gefällt mir einfach jedes mal wieder super. So wie das eben mit den Lieblingsbüchern ist.^^ Außerdem habe ich "Eden Academy" von Lauren Miller gelesen, was meine Erwartungen um längen übertroffen hat.

Zu zwei Büchern bin ich leider nicht gekommen bzw. habe sie mir nicht mal gekauft bisher. Das ist der neusste und 4. Band von "Lockwood&Co" von Jonathan Stroud und außerdem "Legenden der Schattenjäger Akademie". Auf beide Bücherm, besodners das erste, freue ich mich eigentlich schon ziemlich lange, aber sie kamen erst letzte Woche oder so raus und seit dem bin ich irgendwie nicht dazu gekommen, sie kaufen zu gehen. Bisschen random jetzt vielleicht, aber : Immer wenn ich nicht dazu komme, in die Buchhandlung zu gehen frage ich mich, warum ich eigentlich nie Bücher bei Amazon bestelle. Ich habe da glaube ich in meinem Leben erst ein mal ein Buch bestellt, weil das nämlich auf Englisch war, aber ansonsten kaufe ich meine Bücher auschlieslich in Buchhandlungen. Ist ja eigentlich auch ganz gut so, damit die nicht alle eingehen, aber manchmal ist Amazon eben deutlich praktischer. Aber irgendwie gefällt mir das nicht so, ich gehe lieber in die Stadt und suche mir das Buch aus der Buchhandlung selbst aus, dann kann ich es auch direkt mitnehmen und lesen. Wie ist das bei euch so?
Naja, jedenfalls:^^

Mein persönlicher TOP-Titel des Monats:
"Eden Academy" von Lauren Miller hat mir diesen Monat am besten gefallen. Zumindest wenn man die Bücher nicht mitzählt, die ich eh schon kannte. Aber auch so ist Eden Academy meiner Meinung nach ein richtig gutes Buch! Der Klappentext hat meine Erwartungen leider ziemlich runtergeschraubt, da dort nur die klischeehaft-klingende Liebesgeschichte und ein böses Internat angedeutet wird. Davon, dass das Buch in einem erschreckend realen Setting in der nahen Zukunft spielt war zum Beispiel keine Rede. Die Handlung hat mich besonders wegen dieses Settings echt fasziniert. Auch die Entwicklung die die Hauptperson Rory durchläuft ist gut gelungen. Definitiv eine Empfehlung meinerseits!

Mein persönlicher FLOP-Titel des Monats:
"Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis hat mich diesen Monat leider enttäuscht. Das Buch hat sehr vielversprechend mit einer Ballade und einem gruseligen Prolog begonnen, aber leider wurde es immer seltsamer. Mit der Hauptperson Anna (und eigentlich jeder anderen Person) kann ich mich im Laufe des Buches absolut nicht mehr identifizieren und viele Entscheidungen waren für mich beim besten willen nicht nachvollziehbar. Sie verliert sich total in einer Liebe zu einem Kriminellen in der sie auch noch schlecht behandelt wird und trotzdem läuft sie ihm endlos hinterher. Auch mit dem Wechsel zwischen Abels Märchen und der Realität im Buch konnte ich irgendwie nicht warm werden und Abel wurde immer gruseliger. Insgesamt leider sehr enttäuschend für mich.

Das Buch Emerald (Die Chroniken vom Anbeginn #1) von John Stephens [REZENSION]

Das Buch Emerald
von John Stephans                       
cbj-Verlag
8,99€

Inhalt:
Als die drei Geschwister Kate, Michael, und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym landen, ahnen sie nicht im Geringsten, wohin sie diese Reise führen wird. Denn bevor sie sich versehen, sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um drei magische Bücher voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen erfahren, dass es ihre Aufgabe ist, diese zu finden, wollen sie je ihre Eltern wiedersehen. Auf dem Weg dorthin treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften.

Meine Meinung:
"Das Buch Emerald" ist wieder eins von den Büchern, die ich durch einen glücklichen Zufall in der Bücherei gefunden habe. Es handelt sich um ein sehr schönes Fantasy Buch, das man wahrscheinlich in das Kinderbuchgenre einordnen würde. Allerdings hält es sich bei diesem tollen Buch wie bei vielen anderen richtig guten Kinderbüchern, man kann es auch als älterer Jugendlicher/Erwachsener noch gut lesen. Tendenziell würde ich sogar vermuten, dass die Handlung für manche Kinder sogar zu Komplex ist. In diesem Band geht es im wesentlichem um Zeitreisen. Natürlich gehen Zeitreisen aber auch mit Auswirkungen auf die Gegenwart einher, was die Handlung zeitweise etwas komplexer gestaltet^^. Die Kinder werden in diese Zeitreisen "hineingeworfen" als sie versuchen, eine Prophezeiung zu erfüllen um ihren größten Traum zu erfüllen, ihre Eltern wiederzufinden. Die Hauptpersonen Kate, Michael und Emma sind Geschwister und jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Seitdem ihre Eltern vor 10 Jahren verschwunden sind musste die 14-jährige Kate immer die Bürde tragen auf ihre Geschwister aufzupassen und immer für sie da zu sein, obwohl sie ja selbst noch ein Kind ist. Michael ist ehrgeizig und klug und überdenkt gerne alles zweimal. Emma ist mit 11 Jahren die jüngste und hat eine wilde, stürmische Persönlichkeit mit der ich mich zwar am wenigsten identifizieren kann, aber trotzdem wirkt sie auf ihre Art sympathisch und authentisch. Die Art bzw. der Schreibstil mit dem die Figuren beschrieben werden ist einfach außergewöhnlich schön und passend. Einer der großen Pluspunkte an diesem Fantasyabenteuer ist für mich, dass es verschiedenen magische Wesen gibt, die alle ihre Besonderheiten, Fähigkeiten und Persönlichkeiten haben. Zwerge sind zum Beispiel besonders loyal, ehrgeizig und gelten als die besten Handwerker. Durch das ganze Buch zieht sich eine Mischung aus Spannung, Ernst und Humor, die ich sehr angebracht finde. An einigen Stellen kann man gut lachen, aber es gibt eben auch ernste Passagen. 

Fazit:
Das Gesamtpaket dieses Buches kann mich wirklich immer weider auf ganzer Linie überzeugen. Die Mischung aus Humor und Spannung zusammen mit den sympathischen Charakteren ist gut gelungen. Die Handlung ist tiefgehend und beim ersten mal lesen auch etwas kompliziert, aber definitiv extrem spannend und das zweite Buch will man danach eigentlich direkt lesen! Definitiv eines meiner Lieblingsbücher!



5/5 Punkten

Sonntag, 27. November 2016

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis [REZENSION]

Der Märchenerzähler
von Antonia Michaelis
8,99€
Oetinger-Verlag

Inhalt:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Meine Meinung:
Achtung: Spoiler-Warnung!
Lange Zeit habe ich den Märchernerzähler in der Bücherei gesehen und dann schließlich auch mal endlich ausgeliehen. Das Buch wird von sehr vielen als extrem gut gelobt und wirkt so mysteriös, dass es direkt mein Interesse geweckt hat.
Wir lernen also die Figuren kennen. Anna ist eine sehr naive, eher kindliche Persönlichkeit die in einem guten, geborgenem Haushalt aufwächst und gerade kurz vor ihrem Abi steht. Mit ihr konnte ich mich besonders zu Anfang sehr gut identifizieren aber mit der Handlung des Buches ließ das deutlich nach. Viele ihrer Handlungen waren für mich vollkommen unverständlich und ihre Entscheidungen finde ich teilweise echt seltsam. Annas Freunde, allen voran ihre beste Freundin Gitta, haben eine etwas sonderbare Art. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie alle etwas erwachsen wirken. Genau kann ich das nicht bestimmen aber wenn Annas Freunde auf dem Schulhof oder auch zuhause beschrieben werden habe ich dabei nicht das Bild von 17-jährigen Gymnasiasten, wie ich das z.B. von meiner Schule kenne, im Kopf.
Allerdings ist der Schreibstil des Romans ein großer Pluspunkt an diesem Buch. Der Anfang mit der englischen Ballade war sehr Stimmungsvoll und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil durch das ganze Buch hinweg ist sehr anschaulich und schön und die Autorin arbeitet mit vielen Bildern, die die Geschichte wirklich aufwerten.
Dann ist da noch Abel. Mein allererster Eindruck war, dass er mich total an "Tschick" aus dem gleichnamigen Buch erinnert. Er ist ein ausländischer, armer Junge, der in einer altmodischen und heruntergekommen Wohnung lebt und in der Schule durch ungewöhnliches Verhalten auffällt. Er schläft immer im Unterricht und dealt mit Drogen auf dem Schulhof. Später erfährt man ja durchaus seine Beweggründe, er kümmert sich wirklich hingebungsvoll um seine kleine Schwester, aber richtig warm konnte ich mit Abel nie werden. Er ist so mysteriös, dass es zeitweise einfach nur noch ein gruseliger Charakter ist und auch die abweisende Art, mit der er Anna behandelt hat war mir nicht sympathisch. Anna rennt ihm dauernd auf seltsame Art hinter her und er ist immer abwechselnd abweisend und interessiert. Er küsst sie und sagt ihr dann, dass sie verschwinden soll. Der Beginn dieser Liebesgeschichte, die ja groß beworben wird, kann ich in dieser Hinsicht nicht verstehen. Ich fand es unangenehm, wie aufdringlich Anna zu Beginn ist, obwohl sie ja eigentlich keine Erfahrung mit Jungs hat. Aber auch später finde ich diese Liebesbeziehung einfach nicht so "zu Herzen gehend" wie angekündigt. Abel begeht einige unverzeihliche Dinge und Anna verzeiht ihm eine Vergewaltigung (an IHR) und drei Morde weil er "seine Gründe und eine schwere Kindheit" hat? Für mich einfach nicht nachvollziehbar.
Abels Märchen ziehen sich durch das ganze Buch und geben der ganzen Geschichte einen mysteriös-gruseligen Touch. Ich kann verstehen, wenn man sie total super findet, da sie die Geschichte bestimmt für einige auch interessanter machen können. Ich hatte allerdings das Gefühl, die ganze Zeit auf irgendwas zu warten, was nie gekommen ist. Die Märchenpassagen haben die Geschichte einfach eher unterbrochen und ich würde sie jetzt auch nicht als Meisterwerk der Poesie betrachten, sondern eher als unspektakulär ansehen. Auf der einen Seite ist es irgendwie interessant, wie man alle Personen als Figuren im Märchen wiederfindet aber entweder bin ich nicht empfänglich für irgendwelche Metaphern oder es passiert einfach nichts relevantes in den Märchen.
Das Ende kam wirklich unerwartet und ich muss dem Roman zu Gute halten, dass er nicht vorhersehbar war. Abels Schicksal hätte ich auf jeden Fall nicht erwartet und irgendwie finde ich es auch aus seiner Position heraus "dumm". Er regt sich über seine Mutter auf, die ihn und seine kleine Schwester einfach allein gelassen hat und dann tut er quasi das Selbe. Laut Anna hat er sich vorher "um alles gekümmert" aber mehr als ein Satz zu Anna, was mit Micha passieren wird, war da ja wohl auch nicht. Natürlich lässt sich das als Außenstehender leicht sagen, aber ich finde seine Entscheidung Micha gegenüber einfach nicht fair, sie liebt ihren Bruder und kann ja nichts dafür, dass er unbedingt drei Leute umbringen musste.
Die Auflösung der Morde hätte ich auch nicht erwartet. Es war ein ewiges hin und her zwischen den Verdächtigen. Die ganze Zeit habe ich gedacht, dass der extrem verdächtige und seltsame Bertil eine Rolle spielt und dann ist es doch einfach Abel? Die Lösung erschien mir irgendwie seltsam, ich weiß auch nicht wieso, aber ich wäre fest davon ausgegangen, dass er nicht alle Personen einfach auf dem gewissen hat. Das lässt ihn und seine Beziehung zu Anna einfach noch mal viel gruseliger und irgendwie falsch wirken.

Fazit:
"Der Märchenerzähler" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte ist spannend und der Schreibstil ist wirklich anschaulich und sehr stimmungsvoll. Allein schon die Ballade am Anfang hat mir unglaublich gut gefallen. Aber leider sind mir weder Abel noch Anna wirklich sympathisch geworden und ihre Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Anna verzeiht zu viel und Abel ist zeitweise einfach nur noch gruselig. Ihre Liebe hat für mich einfach nichts berührendes und ich weiß nicht, wieso Anna sich immer noch einem dreifachen Mörder der sie auch noch nebenbei vergewaltigt hat an den Hals werfen kann. Das Ende kam sehr überraschend, aber hat mich auch unbefriedigt zurückgelassen, da ich Abels Entscheidung irgendwie feige finde. Insgesamt leider enttäuschend.


2,5/5 Punkten

Donnerstag, 24. November 2016

Das Amulett von Samarkand (Bartimäus #1) von Jonathan Stroud [REZENSION]

Das Amulett von Samarkand
von Jonathan Stroud
8,95€
blanvalet-Verlag

Inhalt:
Der Dschinn Bartimäus bekommt eines Tages in London den Auftrag, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen: ein Auftrag, der Bartimäus zunächst alles andere als glücklich macht. Doch schon bald stecken die beiden in einem Abenteuer, das sie wie Pech und Schwefel zusammenschweißt. Nathanael versucht sich am mächtigen Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das berühmte Amulett von Samarkand zu stehlen und mit Bartimäus’ Hilfe könnte ihm das auch gelingen.



Meine Meinung:
Bei Bartimäus #1 "Das Amulett von Samarkand", handelt es sich um einen Reread von einem meiner absoluten Lieblingsbücher! Ich habe Bartimäus durch Zufall vor etlichen Jahren in der Bücherei gefunden und dann alle Bände (es gibt insgesamt 3 und einen Band mit Bartimäus Vorgeschichte) gelesen. Ich glaube, der erste ist mein Favorit. So, gut dass diese Rezension jetzt vollkommen objektiv beginnt.. :P
Das Buch spielt in London der Gegenwart. Es gibt nur den kleinen Unterschied, dass es Zauberer gibt, die das Land regieren und die höchsten Posten in der Regierung innehaben und in eigentlich allen Bereichen mehr zu sagen haben als die "Gewöhnlichen", dh. die nicht-Zauberer. Allerdings beläuft sich die Macht der Zauberer zum größten Teil darauf, dass sie Kobolde, Dschinn und andere magische Wesen beschwören können und diese dann in ihren Diensten arbeiten lassen können. Bartimäus ist ein Dschinn der sehr selbstbewusst ist und viel von sich hält und das Buch ist zum Teil aus seiner Sicht geschrieben. Das beste an diesem Buch ist einfach Bartimäus Humor, Jonathan Stroud hat einen extrem lustigen, sarkastischen und schönen Schreibstil der in diesem Buch in der Figur von Bartimäus perfekt zur Geltung kommt! Durch Fußnoten erklärt Bartimäus so einiges aus der Welt der Zauberer und mir gefällt es, dass man die Welt zum Großteil aus seiner Perspektive kennen lernt, denn die Perspektive eines "Sklaven" der Zauberer und eines uralten Dschinns ist einfach etwas besonderes.
Die Andere Hauptperson ist Nathanael. Er wird mit 5 Jahren von seinen Eltern "abgegeben" um ein Lehrling der Zauberer zu werden. Also wird er quasi von Mr. Underwood adoptiert, da dieser verpflichtet ist einen Lehrling auszubilden, Zauberer aber keine eigenen Kinder haben können. Nathanael ist ganz anders als Bartimäus. Er ist ehrgeizig und eher ernst und arbeitet hart, um eines Tages im Parlament zu arbeiten. Durch diese zwei Gegensätzlichen Persönlichkeiten bilden Nathanael und Bartimäus ein sehr gutes Duo, als Bartimäus von Nathanael beschworen wird. Beide sind mir wirklich sympathisch. Die Handlung des Buches ist besonders gegen Ende sehr spannend, das Highlite für mich ist aber nicht die Handlung, sondern einfach diese beiden toll geschriebenen Charaktere und die authentische Welt, die Jonathan Stroud da erschaffen hat. Mir gefällt gut, das Nathanael nicht plötlich erfährt, dass er ein Zauebrer ist, sondern als kleiner Junge einfach ausgebildet wird. Das erspart einem das ganze umständliche Kennenlernen und den Unglaube der Hauptperson, den es ja in solchen Büchern meistens gibt. Stattdessen wird Nathanaels Unterricht als Zauberer beschrieben und Bartimäus erklärt die meisten Dinge der Zauberwelt.

Fazit:
Das Buch ist für jeden zu empfehlen, der gerne einfach mal bei einem Buch laut lachen will! :) Die Geschichte ist spannend, und total lustig und anschaulich beschrieben. Mir gefällt das Setting in London der Gegenwart sehr gut. Nathanael und Bartimäus sind zwei tolle Charaktere und die Interaktion zwischen de beiden ist super gut gelungen! Klare Empfehlung des Hauses!


5/5 Punkten

Freitag, 18. November 2016

Die Nacht, in der Mr Singh verschwand von Sabine Ludwig [KURZREZENSION]

Die Nacht, in der Mr Singh verschwand
von Sabine Ludwig
12,00€
Dressler-Verlag

Meine Meinung:
"Die Nacht, in der Mr Singh verschwand" habe ich zum ersten Mal als Kind vor einigen Jahren gelesen, aber seit dem noch viele mal erneut gelesen. Es geht um drei ganz verschiedene Kinder die zwischen 9 und 11 Jahren alt sind und aus unterschiedlichen Gründen vier Wochen ihrer Sommerferien auf "Fairytale Castle" verbringen. Das ist ein Märchenschloss in Schottland, das von Clowns geleitet wird und auf dem ungefähr 40 Kinder sind. Außerdem ist der indische Märchenerzähler Mr Singh ein Grund für viele der Kinder dort Urlaub machen zu wollen. Die Hauptpersonen heißen Miranda, Joe und Cymbeline und sind alle auf eine andere Weise sympathisch. Als in der zweiten Woche auf einmal alle Spielgeräte kaputt gehen, und sie nur noch nach strenger Anleitung malen und basteln dürfen, merken sie das irgendetwas faul ist. Sie decken langsam auf, was hinter dem Konzept des Ferienschlosses steckt. Ich finde die Geschichte, obwohl es ein Kinderbuch ist, wirklich spannend und (zumindest beim ersten Mal) hätte ich sie auch nicht vorhergesehen. An der Geschichte gefällt mir ganz besonders, wie verschieden die Charaktere sind und wie sie sich dann treffen und zusammenhalten. Freundschaft ist ein ganz wichtiger Aspekt in dieser Geschichte und macht sie auch so schön. Auch das Schloss gefällt mir und ich glaube für Kinder ist es toll, sich vorzustellen selbst auf so einem Schloss zu sein, wo es alles gibt, was sich Kinder wünschen. Zumindest gefällt mir die Idee immer, obwohl ich dann doch ganz froh bin, nicht dort zu sein, denn ganz so gut geht es den Kinder dann ja doch nicht. 

Fazit:
"Die Nacht, in der Mr Singh verschwand" ist ein sehr spannendes und schönes Buch für Kinder. Durch die sympathischen Charaktere und den authentischen Schreibstil können aber auch Erwachsene diese Geschichte definitiv gut lesen. 
Ganz genau kann ich nicht benennen, warum mir dieses Buch gefällt, aber irgendwie finde ich es einfach alles in allem sehr schön und stimmig und lese es gerne immer mal wieder.


4/5 Punkten 

Donnerstag, 10. November 2016

Eden Academy (Du kannst dich nicht verstecken) von Lauren Miller [Rezension]

Eden Academy
von Lauren Miller
Ravensburger-Verlag
16,99€

Inhalt:
Als Rory an der berühmten Eden Academy angenommen wird, geht für sie ein Traum in Erfüllung! Doch kaum hat sie ihr Zimmer in dem Elite-Internat bezogen, kommen ihr Zweifel an der schönen Fassade. Wer schickt ihr mysteriöse Nachrichten und woher weiß der Absender so viel über sie? Ist an den Gerüchten über einen Geheimbund an der Schule etwas dran? Und was hat das mit der App zu tun, die alle benutzen? Als Rory den geheimnisvollen North kennenlernt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Doch er scheint ihr etwas zu verschweigen ...


Meine Meinung:
An "Eden Academy" hatte ich absolut keine Erwartungen. Ich dachte eigentlich an eins von den typischen dunkles-Internat-mit-bösen-Machenschaften-Buch. Direkt zu Anfang des Buches wurde ich davon überrascht, dass es im Jahre 2030 spielt. Das ist ja nicht sehr weit in der Zukunft, aber weit genug, damit die Digitalisierung erschreckend weit voran geschritten ist. Die App "Lux" nimmt den Menschen alle Entscheidungen ab und kontrolliert so ihr ganzes Leben, in dem sie alle möglichen Daten von ihnen sammelt, was ja nicht sehr weit hergeholt ist. Es gibt eine komplett neue Technik-Marke und soziale Netzwerke (was sich zugegebener maßen eigentlich genau wie facebook anhört) und jeder muss immer und überall online sein. 
Dieses Setting gefällt mir sehr gut, da es wie bereits beschrieben nicht allzu weit hergeholt ist und dadurch eben glaubwürdig, aber trotzdem noch erschreckend genug wirkt. 
Zu Beginn war ich nicht sehr überzeugt von der Geschichte, da mir doch alles (abgesehen vom Setting) sehr klischeehaft vorkam. Rory wird an einem Eliteinternat angenommen und sie ist direkt etwas besonderes, da sie begabter als so ziemlich jeder andere dort ist und außerdem eine Stimme im Kopf hört, die als negativ gewertet abnormal gilt. Dann bildet sich auch noch eine Liebesbeziehung mit einem rätselhaften, coolen Jungen der sich genau für sie interessiert, was vorher noch nie jemand getan hat.  Außerdem ist es natürlich kein normales Internat, da es dunkle Absichten verbirgt.
Aber als ich weiter gelesen habe, hat mich die Geschichte immer weiter fasziniert und ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht, weil es einfach immer spannender wurde. North, der Junge, den Rory trifft, ist sehr sympathisch und die ganze Beziehung kam mir nicht erzwungen oder übertrieben nervig vor.
Es decken sich immer mehr Zusammenhänge auf, die eigentlich alle mit der App Lux und dem Konzern der dahinter steht, zusammenhängen. Auch in Rorys Familie ist nicht alles ganz so einfach. Aber auch das was eigentlich normal sein sollte, nämlich ihre Unterrichtsfächer sind echt interessant. Besonder eins, bei dem die Schüler ihr Urteilsvermögen angeblich stärken und trainieren sollen indem sie Simulationen Virtual Reality-mäßig durchleben und auf abartige weise entscheiden, welcher Mensch zum Beispiel den höchsten Wert für die Gesellschaft hat und überleben darf und welcher sterben muss. Rory ist dabei ein sehr sympathischer Charakter, da sie eine große Wende vom Anfang zum Ende des Buches durchlebt. Am Anfang vertraut sie komplett auf Lux, aber als sie einiges aufdeckt, reflektiert sie selbst und überdenkt ihre Einstellung. 
Auch das Ende gefällt mir gut, obwohl ich finde, das es einige sehr große Zufälle gab, die dazu hingeführt haben und ich mir denke, dass es ohne diese Zufälle eigentlich nicht möglich gewesen wäre.

Fazit:
"Eden Academy" hat meine Erwartungen auf ganzer länge übertroffen. Die Geschichte als Gesamtbild aus Rätseln, Spannung und unerwarteten Wendungen hat mich absolut überzeugt und fasziniert. Auch das Setting in der (nahen) Zukunft hat mich durch den erschreckenden Realitätsgehalt angesprochen.  Das einzige, was ich wirklich bemängeln muss, ist der Klappentext. Die ganze Geschichte klingt einfach extrem irrelevant und klischeehaft und vom Zukunftssetting ist z.B. gar nichts zu finden, was wirklich schade ist.


4,75/5 Punkten

To Kill a Mockingbird von Harper Lee [REZENSION]

To Kill a Mockingbird
deutsch: Wer die Nachtigall stört
von Harper Lee
9,99€
Klett Verlag

Inhalt:
In den 1930er Jahren, tief im Süden der USA, ist Atticus Finch der Verteidiger eines schwarzen Mannes, der ein weißes Mädchen missbraucht haben soll. Durch die Augen der beiden Kinder von Atticus, Scout und Jem enthüllt Harper Lee mit viel Humor und großem Scharfsinn die irrationalen Einstellungen der Erwachsenenwelt zum Thema Hautfarbe und Klasse der 30er Jahre.


Meine Meinung:
Der Inhalt des Klassikers "To Kill a Mockingbird" wird den meisten bekannt sein. Grob gesagt geht es aber um den Rassenkonflikt und die damit verbundene Diskrimination im Süden Amerikas der 1930er Jahre. Das Buch wird aus der Sicht der 6-jährigen Jean Louise "Scout" Finch erzählt und sie ist zusammen mit ihrem älteren Bruder Jem die Protagonistin des Buches. 
Mir gefällt die Kinderperspektive sehr gut und sie ist es vermutlich auch, was dazu beigetragen hat, dass das Buch so ein bekanntes Werk wird. Kinder haben bekanntlich einen anderen Sinn für Gerechtigkeit als Erwachsene und so gehen die beiden die Rassenprobleme der Zeit ganz anders an als es ein Erwachsener tut. Eine Ausnahme bildet da der Vater von Scout und Jem, der Anwalt Atticus Finch, der einen Schwarzen vor Gericht vertritt und die Ansicht vertritt, das diese die gleichen Rechte haben und genau soviel Wert sind wie Weiße. Dadurch wird er zu einer sehr fortschrittlichen und sympathischen Figur, die seinen Kindern viele wichtige und gute Werte vermittelt. Diese Werte sind auch für die Leser von Bedeutung, denn Gleichberechtigung ist ja leider in vielen Ländern, eigentlich in so gut wie allen wenn man mal von dem Konflikt zwischen der Hautfarbe weggeht und die Botschaft auf andere Gruppen überträgt, nach wie vor ein großes Problem. Besonders zur Erscheinungszeit des Buches im Jahre 1960 sah das nochmal ganz anders aus als heute, besonders eben in den USA wo das Buch spielt. 
Ich muss aber sagen, das Buch hatte einen sehr langsamen Anfang. Der eigentliche Fall, der "beworben" wird, bei dem es um einen Schwarzen geht der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat, findet erst ungefähr nach der Hälfte des Buches statt. Davor geht es hauptsächlich um Jem und Scout und ihre täglichen Abenteuer. Das ist stellenweise etwas zäh und das was mich wirklich interessiert hat, findet eben erst bei oder nach dem Gerichtsprozess statt. Der hat mir dafür umso besser gefallen und besonders die Figur von Atticus kommt hier sehr gut zur Geltung. Ab diesem Zeitpunkt sind dann noch einige ziemlich spannende Dinge passiert, die ich mal lieber nicht spoilern möchte. Aber insgesamt betrachtet finde ich die Handlung eigentlich sehr schön, auch wenn sie nicht vor Spannung strotzt und es zwischenzeitlich eigentlich "nur" um die Erlebnisse der Kinder geht. Das Ende ist zwar nicht positiv in jeder Hinsicht, aber das wäre auch einfach sehr unrealistisch gewesen. Trotzdem oder vielleicht besonders deshalb, ist es aber schön und hinterlässt das Gefühl, dass die Handlung irgendwie abgeschlossen ist, aber ohne dabei genau zu wissen, was als nächstes passieren wird.
Das Englisch ist durch die Kinderperspektive nicht extrem schwer, sondern eigentlich recht gut zu lesen und was als Schulbuch für Jugendliche im Englisch-LK wirklich angemessen. 

Fazit:
"To Kill a Mockingbird" war auf jeden Fall eins der besten Schulbücher, die ich bisher gelesen habe. Die Gesichte ist schön erzählt und erhält durch die relativ jungen Protagonistin eine interessante Perspektive auf den Rassenkonflikt im Süden der USA in den 1930er Jahren. Die Geschichte ist am Anfang etwas zäh und erst nach der Hälfte nimmt sie an Fahrt auf und das Hauptereignis findet statt. Dieses ist dafür aber wirklich sehr gut geschrieben und führt den Roman danach noch in interessante Situationen und Wendungen und vermittelt neue Perspektiven und gute Werte.





4/5 Punkten



kleine Notiz zu meiner Bewertung von Schulbüchern *klick*

Sonntag, 6. November 2016

NOVEMBER 2016 Lesepläne

Es herrscht mal wieder gähnende Leere auf meinem SuB. Wieso bin ich eigentlich gefühlt die einzige die das Problem hat :( ? Aber dafür habe ich mir für den November vorgenommen mal wieder ein Paar meiner all-time-favourites zu lesen. Da habe ich mir zum einen "Bartimäus- Das Amulett von Samarkand" von Jonathan Stroud und " Die Chroniken vom Anbeginn- Das Buch Emerald" von John Stephens. Die beiden Bücher habe ich vor einigen Jahren zum ersten mal gelesen und seit dem schon mehrfach erneut gelesen, weil sie mir einfach richtig gut gefallen und definitiv zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Außerdem will ich auch "Die Nacht in der Mister Singh verschwand" von Sabine Ludwig aus Nostalgiegründen noch mal lesen. Das Buch ist eigentlich ein Kinderbuch und meine Eltern haben mir das als ich kleiner war zum ersten Mal vorgelesen. Aber obwohl das Buch eigentlich für jüngere Kinder geschrieben ist, ist die Geschichte total spannend und man kann sie auch wenn man älter ist noch gut lesen (wenn man sich nicht daran stört, dass die Hauptpersonen 9-12 Jahre alt sind). Ein Buch, was ich noch nicht kenne, gehört auch noch zum Novemebr, obwohl ich es jetzt schon gelesen habe, nämlich "Eden Academy" von Lauren Miller
Im November erscheinen auch noch einige Bücher, auf die ich mich total freue, zum Beispiel der neue "Lockwood&Co" Band von Jonathan Stroud oder die "Legenden der Schattenjäger Akademie" von Cassandra Clare. Welche Bücher ich von den Neuerscheinungen direkt diesen Monat lesen werde, weiß ich noch nicht, aber ich bin mal gespant und ihr werdet bestimmt zu (fast) allen Rezensionen sehen.

Welche Lesepläne habt ihr so für November? Schreibt mir gerne einen Kommentar! :)

Mittwoch, 2. November 2016

OKTOBER 2016 Monatsfazit

Fröhlichen November allerseits! Eigentlich hatte ich jetzt vor etwas zu nennen was typisch für den November ist, aber irgendwie fällt mir einfach nichts ein..Sankt Martin? Ist das typisch? Oder vielleicht Kälte und Regen und ab und zu der erste Advent? Naja, auf jeden Fall habe ich den Oktober gut überstanden und auch einiges gelesen.

Ich habe mal wieder die magische Zahl von 9 Büchern geschafft. Ich frage mich, wieso ich schon vier mal neun Bücher geschafft habe und nie zehn. Vielleicht ist das ja genau das Buch zu viel was ich einfach nicht schaffe, obwohl ich mich diesen Monat echt bemüht habe mal zehn Bücher zu erreichen. Naja, man kann ja nicht alles haben und neun Bücher ist ein tolles Ergebnis. Insgesamt waren es übrigens 3418 Seiten und damit liegt der Oktober im guten Mittelfeld dieses Jahr bisher. Aber letztendlich sind ja nicht die Bücherzahlen und Seitenzahlen wichtig, sondern eher die Bücher die man gelesen hat!

Ich habe letzten Monat tatsächlich alle meine Lesepläne geschafft. Das waren die letzten drei Bände der zweiten Staffel "Top Secret" von Robert Muchamore. Außerdem habe ich Seelen von Stephenie Meyer gelesen, was zwar sehr dick, dafür aber auch sehr cool war! Außerdem habe ich den neuen Warrior Cats Spezialband "Riesensterns Rache" von Erin Hunter gelesen. Von denen kann ich auch nach gefühlten tausend Bänden nicht die Finger lassen..^^ Außerdem noch den letzten Band der Secrets Reihe von Lara De Simone, "Was Kassy wusste", der zwar eigentlich nicht schlecht war, meine Erwartungen aber leider nicht ganz erfüllen konnte :(. Auch die Schulbuch-Saison hat angefangen und ich habe "Die Verwandlung" und "To Kill a Mockinbird" für die Schule gelesen. 


Mein persönlicher TOP-Titel des Monats:
Diesen Monat hat mich "Seelen" von Stephenie Meyer auf ganzer Linie überrascht. Ich hatte bisher keines der Bis(s)-Bücher gelesen und daher absolut keine Meinung über die Schriftstellerin und ihre Werke. Umso glücklicher bin ich, das Seelen so ein interessantes Science Fiction Buch war. Die Gefühle und Konflikte der "Seelen" und der Menschen sind sehr authentisch und realistisch dargestellt. Auch die Art und Weise wie Menschen in Science Ficiton Büchern überleben und sich organisieren fasziniert mich immer wieder. Genaueres könnt ihr in meiner Rezension lesen. aber so viel kann ich verraten: Das Buch lohnt sich wirklich! 


Mein persönlicher FLOP-Titel des Monats (oder einfach eine Enttäuschung):
Ich hatte mich im Vorfeld richtig auf den letzten Band der Secrets-Trilogie gefreut. Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen etwas (zu) hoch, aber irgendwie war ich von "Was Kassy wusste" von Lara De Simone etwas enttäuscht. Die lang ersehnte Aufklärung des Mordfalls verläuft irgendwie unerwartet und ziemlich unspektakulär und irgendwie hätte ich gerade bei der rätselhaften Kassy mehr Geheimnisse die zum Fall gehören erwartet. Trotzdem erhält man einige wichtige Einblicke in ihr Leben und fehlende Informationen. Nicht zuletzt gibt es auch eine große Wendung, die ich nicht erwartet hätte und deshalb ist das Buch definitiv kein Flop, aber eben trotzdem eine kleine Enttäuschung für mich. Genaueres gibt es auch hier in meiner Rezension zu lesen!

Sonntag, 30. Oktober 2016

Kleine Notiz zu meinen Gedanken und meiner Bewertung von Schullektüren

In den nächsten anderthalb Jahren, die ich in der gymnasialen Oberstufe verbringen werde, wird es noch so manche Schulbücher geben, die ich lesen werde(n muss). Das sind größtenteils bekante Klassiker und dank dem Zentralabitur bin ich auch nicht die einzige, die die lesen wird oder in vergangenen Jahren schon gelesen hat. Auch zu diesen Büchern möchte ich meine Gedanken teilen. Jedoch ist das in der Bewertung die ich am Ende ja immer in Punkten von 1-5 vergebe nicht so einfach. Denn solche Bücher sind ja meistens nicht spannend, da nicht viel passiert. Der Wert dieser Bücher und das was sie zu klassischen Schulbüchern macht, ist ja eher, dass sie eine Botschaft besitzen die man zwischen den Zeilen findet oder einfach generell literarisch interessant sind.Also dachte ich, ich schreibe dazu meine Gedanken mal auf, da ich diese Trennung sinnvoll finde, und ja nicht jedem Schulbuch, das nicht vor Spannung platzt, 1-2 Punkte geben will, denn sie sind ja nicht alle schlecht, eben nur anders als reine Unterhaltungsbücher! :)

Die meisten dieser Bücher würde ich freiwillig sehr wahrscheinlich nicht lesen und kann sie deshalb auch nicht auf eine Stufe mit den anderen Büchern stellen, die ich so lese. Die Punkte die ich vergebe, sind also gemessen daran, dass es Schulbücher und keine Unterhaltungswerke sind und sollen einfach vollkommen subjektiv zeigen wie gut mir das Buch gefallen hat. Ein Schulbuch mit vier oder vielleicht sogar 5 Punkten würde ich deshalb trotzdem wahrscheinlich nie ein zweites Mal lesen und kann sie auch nicht mit anderen Büchern vergleichen, denen ich vielleicht sonst so 4-5 Punkte geben würde. Deshalb werde ich da dann immer diesen kleinen Text verlinken. :) 

Die Verwandlung von Franz Kafka [KURZREZENSION]

Eine Kurze Rezension und meine Gedanken zu einem kurzen Buch.

Die Verwandlung
von Franz Kafka
Schöningh-Verlag
5,95€

Meine Meinung:
"Die Verwandlung" ist wohl eines der schrägsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Das Buch kennt fast jeder, die meisten wohl schon, so wie ich, aus der Schule. Der Inhalt ist recht simpel und steckt schon im ersten Satz "Als Gregor Samsa eines morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheureren Ungeziefer verwandelt". In knapp 60 Seiten wird dann beschrieben wie es ihm und seiner Familie mit diesem Ereignis ergeht. Ungewöhnlich finde ich dabei, dass weder er noch irgendjemand anders sich fragt, wie das eigentlich passieren konnte. Das wäre für die meisten ja eigentlich das nahe liegende. Aber das macht das Buch irgendwie auch erst interessant. Zur Handlung kann ich eigentlich nicht viel sagen, es geht dann ebendarum wie er als Käfer lebt und wie es ihm geht, was einfach ziemlich absurd ist, weil es eben so ungewöhnlich ist. Spannend ist es nicht wirklich, aber darum geht es bei solchen Klassikern ja auch nicht, sondern darum was in diesem Werk steckt und was man zwischen den Zeilen findet. Ich habe irgendwie schon etwas Angst, wenn ich mich frage, was wir da alles stundenlang interpretieren werden und wofür die Verwandlung in einen Käfer letztendlich alles stehen wird.^^ Und auch das Ende lässt bestimmt viel Spielraum für Interpretationen und hat mich tatsächlich ein bisschen überrascht. 

Fazit:
Das ganze Buch ist so skurril, dass es mir schon wieder ganz gut gefällt. Irgendwie finde ich diese Verwandlung ganz lustig und dir hat einen hohen symbolischen wert, da die Verwandlung im Übertragenen Sinne bestimmt nicht in einen Käfer verläuft. Letztendlich gefällt es mir wahrscheinlich auch deshalb besser als andere Schulbücher, weil es erst mal ein Roman und kein Theaterstück ist und weil es in flüssig lesbarem und gut verständlichen Deutsch verfasst ist. Zudem hat es nur knapp 60 Seiten und ist deshalb sowieso schnell gelesen.



3/5 Punkten



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Dienstag, 25. Oktober 2016

Was Kassy Wusste (Secrets #3) von Lara De Simone [REZENSION]

Was Kassy wusste
von Lara De Simone
9,99€
Oetinger 34-Verlag

Inhalt:
Seit Maries Tod hat Kassy panische Angst. Nachts schreckt sie immer wieder aus ihren Albträumen hoch. Jemand verfolgt sie. Eine dunkle Gestalt lauert vor ihrem Fenster. Kassy muss herausfinden, was an den Klippen geschehen ist. Wer hat Marie ermordet? Und wird sie die Nächste sein?

Meine Meinung:
"Was Kassy Wusste" ist der dritte Teil der Secrets Trilogie, auf den ich schon gewartet hatte. Ich war wirklich gespannt, wie sich alle Fäden zusammenfügen und das große Rätsel um den Todesfall auslösen würde. Das Buch setzt nach der Handlung des zweiten Bandes aus Maries Sicht, also erst nach der Party an. Kassys Sicht ist also die einzige der dreien aus deren Augen man die Party selbst nicht miterlebt, sondern ausschließlich die Ereignisse danach. Kassys Charakter ist gut dargestellt und wie in den beiden vorherigen Teilen erhält man detaillierte Eindrücke in ihr Leben. Kassy versucht ihre Sorgen mit Partys und Alkohol zu verdrängen und hat nach den Ereignissen an der Party Schuldgefühle. Die Polizei ermittelt nun natürlich in dem Fall und auch Emma und Kassy werden befragt. Kassy leidet an Panikattacken die sehr realistisch und authentisch dargestellt sind und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie es ihr geht. 
Allerdings erfolgt dann sehr plötzlich die Auflösung wer der Mörder ist und was an der Party passiert ist und irgendwie hätte ich mir die Auflösung spektakulärer oder irgendwie ergreifender vorgestellt bzw. erhofft. Im Buch deutete erst nichts auf die Auflösung hin und dann kam sie plötzlich und irgendwie unerwartet. Auch das Ende finde ich dadurch irgendwie etwas unbefriedigend und ich hätte mir etwas mehr Informationen erhofft und eine bessere Aufklärung aber ich glaube das Ende ist ganz bewusst etwas offener gehalten. Hier fände ich einen 4. Band gut, der dann einige  Zeit nach den ganzen Ereignissen noch mal berichtet, wie es den Charakteren ergangen ist. Dazu wird es aber leider wohl höchst wahrscheinlich nicht kommen.
Im Buch gibt es noch eine Art Liebesgeschichte die einerseits irgendwie schön ist, weil sie zu Kassy passt, andererseits aber auch ziemlich irrelevant zur Lösung des Falls und nicht unbedingt nötig ist. Trotzdem finde ich sie insgesamt gut, da sie zu einer sehr spannenden Wendung hinführt und dadurch noch etwas mehr "Pep" zum Buch hinzufügt.

Fazit:
"Was Kassy wusste" gefällt mir leider nicht so gut wie der zweite Teil der Trilogie. Man erhält zwar wie gewohnt authentische Einblicke in das Lebend er diesmaligen Hauptperson aber trotzdem hat mich das Ende des Falls etwas enttäuscht. Die Auflösung kommt irgendwie abrupt und nicht so spannend wie erhofft. Trotzdem gibt es ein paar spannende Wendungen und Überraschungsmomente, die das Buch zu mehr Spannung verhelfen, so dass es trotzdem noch einen guten, wenn auch nicht perfekten Abschluss der "Secrets"-Trilogie liefert.


3,75/5 Punkten 

Sonntag, 23. Oktober 2016

Die Entführung von Robert Muchamore (Top Secret, die neue Generation #5) [KURZREZENSION]

Die Entführung
von Robert Muchamore
9,99€
cbt-Verlag

Meine Meinung:
Die Entführung ist der letzte Band der zweiten Staffel und damit auch der allerletzte Top Secret Band überhaupt. Ich muss sagen, nach ungefähr 6 Jahren, über die mich diese Reihe mit insgesamt 17 Bänden begleitet hat, hat mich das Buch richtig melancholisch gemacht. Das Buch ist mit 290 Seiten nicht sonderlich dick, aber da das Buch nicht sehr ausschweifend ist, sondern eher schnell und direkt zur Sache kommt, passiert trotzdem einiges. Die Mission ist keine richtige Cherub Mission wie zuvor, sondern alle "alten" Agenten aus der ersten Staffel, die mittlerweile in den Zwanzigern sind treten wieder auf und treffen auf die derzeitigen Agenten. Das Thema der Mission ist aktuell, da es sich diesmal endlich mal nicht um Drogen sondern um die Terrororganisation Islamischer Staat dreht. Durch das neue Thema wird das Buch auch noch mal richtig spannend, auch wenn diese Mission im Vergleich zum Aramov-Clan nicht sehr lang ist. Mir gefällt es, die alten Agenten und wohlbekannten Gesichter erneut und für ein letztes Mal zu treffen. Das gibt der Reihe einen Abschluss, mit dem ich sehr gut leben kann. Außerdem erfährt man, was mit Cherub seit der ersten Staffel geschehen ist und wie sich der Campus verändert hat in dem sich die ehemaligen Agenten ein letztes Mal dort selbst umschauen.
Alles in allem ist "Die Entführung" ein wirklich gelungener und vor allem zufriedenstellender Abschluss der Reihe. Ich empfehle diese Bücher wirklich allen! :)




5/5 Punkten



Mittwoch, 19. Oktober 2016

Seelen von Stephenie Meyer [REZENSION]

Seelen
von Stephenie Meyer
10,99€
CARLSEN-Verlag

Inhalt:
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält - und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat ...

Meine Meinung:
"Seelen" habe ich als Mängelexemplar für 2,99€ spontan gekauft, da es das einzige Buch auf dem 'Stapel war, das nicht von ungefähr 1960 war und mir der Titel irgendetwas sagte^^. Meine Erwartungen waren also erst mal nicht unedingt hoch, aber für 2,99€ kann man ja nicht viel falsch machen. Ich habe keins der "Bis(s)" Bücher gelesen und auch keinen der Filme bei vollem Bewusstsein und/oder komplett gesehen, deshalb hatte ich auch vor Seelen keine Erfahrungen mit der Autorin.
Der Einstieg in das Buch viel mir erst ziemlich schwer und ich wusste die ersten 40 Seiten oder so nicht, was genau vor sich geht. Normalerweise wäre das ein sehr langer Einstieg, aber gemessen daran,dass das Buch mit ungefähr 900 Seiten riesig ist, habe ich den langsamen Einstieg schnell vergessen. Das Konzept erinnert mich entfernt an die 5. Welle, aber die Umsetzung ist komplett anders gestaltet. Das Buch wird nämlich komplett aus der Ich-Perspektive erzählt und von einer Seele, also einem Außerirdischen. Interessant ist, dass die Seele in einem Menschenkörper mit vollem Bewusstsein festsitzt und es daher zu ungewollten Interaktionen zwischen den beiden Seelen bzw. der Seele und dem Menschlichen Verstand des Körpers kommt. (Das klingt unglaublich kompliziert und ist ziemlich schwer zu formulieren^^). Das Buch spielt in einer dystopischen Welt die von den Aliens übernommen wurde. Dystopische Bücher und Science Fiction gefallen mir wegen den interessanten Welten immer besonders gut. Die Hauptperson oder eher Hauptseele "Wanderer" ist mir wirklich sympathisch und wirkt erstaunlich menschlich und authentisch. Die Bindungen die sich zwischen Mel (dem Körper) und ihr bilden sind sehr realistisch aufgebaut. Das ganze geht nicht zu schnell aber zeiht sich auch nicht zu lange ihn und man kann den Werdegang der Freundschaft  gut nachvollziehen. 
Gut gefallen hat mir auch das Leben der verbliebenen Menschen, die sich wirklich interessant organisiert und gruppiert haben. Normalerweise wird das Buch ja in der Reihenfolge aufgebaut, das man zuerst die überlebenden Menschen kennen lernt, die dann langsam in Kontakt mit den Außerirdischen treten. In diesem Buch ist das ganze aber verdreht und es läuft auch nicht alles nach dem abgedroschenen Schema ab was man aus Science Fiction Büchern kennt, so mit einem verbliebenen Widerstandskämpfer der sich verbündet und schließlich gegen die Aliens kämpft. Es entsteht hier eher eine Verschmelzung von Feind und Freund und dafür, dass die Hauptperson eigentlich ein Verräter ist, ist sie sehr sympathisch.^^
Der größte Pluspunkt für mich an "Seelen" ist die gute Darstellung von Konflikten. Der innere Konflikt zwischen Mel und Wanderer sowie deren Freundschaft ist wie oben erwähnt super anschaulich. Aber auch der Konflikte und die Probleme die die Menschen damit haben, jemanden bzw. etwas zu akzeptieren, das nicht zu ihnen passt und deren Vertrauenswürdigkeit sie nicht akzeptieren wollen zieht sich durchs ganze Buch und sorgt maßgeblich für die Spannung. Auch das Love-Triangle das bei Jugendbüchern ja immer hinter jeder Ecke lauert ist hier sehr authentisch und hat mich zum ersten Mal nicht in genervtes Augenrollen verfallen lassen. Die Liebesprobleme die entstehen, wenn eine Seele mit eigenen Gefühlen in einem fremden Körper mit anderen Gefühlen festsitzt fühlen sich einfach total echt an. 
Auch die Länge des Buches hat mich nicht gestört und extrem gezogen hat es sich auch nicht. Natürlich gab es zwischenzeitlich kleinere Längen, aber ein sehr dickes Buch gefällt mir eigentlich besser als drei halbdicke Bücher, die ich mir alle kaufen muss.^^ 
Das Ende ist sehr, sehr positiv und kratzt damit fast an der Zu-Gut-Grenze. Dystopische Welten sehen meistens einfach nicht so rosig aus, das ein Happy-Ende zustande kommen kann, aber glaubwürdig war dieses Ende trotzdem. Außerdem hinterlässt es ein schönes, wohliges Gefühl und das gefällt mir eigentlich sehr gut. ^^

Fazit:
"Seelen" ist ein interessantes Science Fiction Buch mit bemerkenswert authentischen Gefühlen und Konflikten. Besonders die Beziehung zwischen Mel und Wanderer gefällt mir gut und die Gespräche zwischen zwei Personen die quasi in einem Körper sitzen sind interessant und definitiv mal etwas anderes. Nur der Einstieg war etwas schwierig und verwirrend. Das Ende ist vielleicht etwas sehr "Friede-Freude-Eierkuchen" aber so hinterlässt das Buch wenigstens ein sehr gutes Gefühl. :)




4,5/5 Punkten