von Ben Aaronovitch
10,95€
dtv
Meine Meinung:
"Ein Wispern unter Baker Street" hatte ich mir aus der onleihe ausgeliehen, weil der Inhalt eigentlich ganz interessant klang. Es war das erste Buch der Reihe was dort gelistet war und ich bin von daher mal davon ausgegangen, dass es der erste Band ist. Blöderweise habe ich nachdem ich mit dem Buch fertig war gemerkt, dass es noch zwei Bände davor gibt, die es in der Bücherei nur einfach nicht gab. Das ist irgendwie ungünstig, keine Ahnung, warum es ausgerechnet den ersten Band nicht gibt, aber wohl alle danach. So hatte ich das Gefühl, die Hintergründe der Hauptpersonen und das allgemeine Konzept der Zauberei im Roman nicht zu verstehen, weil mir eben Vorwissen gefehlt hat, welches man bestimmt in den ersten beiden Bänden finden könnte. Deshalb habe ich leider so keinen richtigen Zugang zur Idee, der Vermischung von Polizeiarbeit mit Magie gefunden.
Der Fall, der Mord in der Londoner U-Bahn ist an sich aber schon spannend. Vor allem Peter Grant gefällt mir als Hauptperson gut und seine sarkastische Art hat mir beim Lesen viel Freude bereitet. Die Einblicke, die er dabei in die Polizeiarbeit liefert sind im gleichen Stil gehalten und wie er seinen eigenen Beruf und seine Kollegen auf die Schippe nimmt, wirkt irgendwie sympathisch. Nur mit der Mischung aus Magie und Realität konnte ich mich wie gesagt nicht wirklich anfreunden. Ich würde definitiv vorher die ersten Bände lesen, aber ich weiß nicht, ob mir das Konzept dann besser gefallen würde. Nur leichter verständlich ist es mit Sicherheit.
Insgesamt war "Ein Wispern unter Baker Street ganz okay. Die Charaktere haben mir gut gefallen, aber da ich wie gesagt keinen wirklichen Zugang zur Handlung finden konnte, war der Roman insgesamt nicht der Beste, den ich dieses Jahr gelesen habe. Da es aber irgendwie meine eigene Schuld ist, dass ich mich nicht informiert habe, welchen Band ich eigentlich lese, kann ich das Buch auch nicht schlecht bewerten, denn ein schlechtes Buch ist es definitiv nicht. :)
3/5 Punkten


