Sonntag, 22. Mai 2016

Das Erbe von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer #2) von George R. R. Martin [REZENSION]

Das Erbe von Winterfell
von George R. R. Martin
blanvalet- Verlag
15,00€


Inhalt( nicht auf dem Klappentext, denn der ist nicht vorhanden): 
Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ..



Meine Meinung:

Erwartung:
Letzten Monat habe ich endlich auch mal den ersten Teil der GoT-Reihe gelesen. Ich fand den ersten Band gut, aber nicht überwältigend oder außergewöhnlich. Da der erste deutsche Band eigentlich nur der Halbe Englische ist, wollte ich dennoch den 2. Band lesen, da das dann der Inhalt ist, der vom Autor für einen Band gedacht war und nicht einfach vom deutschen Verlag irgendwo unterteilt. Ich habe also wieder ein gutes Buch erwartet, aber nichts was mich von den Socken haut.


Bewertung:
Nachdem ich mich im ersten Band bereits an die ganzen Namen und die Welt gewöhnt habe, viel mir der Einstieg in "Das Erbe von Winterfell" sehr viel leichter als in den ersten Teil. Dadurch war das Buch flüssiger zu lesen und ich hatte natürlich schon Eindrücke von den Charakteren und einen (ungefähren) Plan der Familienverhältnisse. (Ich glaube übrigens, das Buch eignet sich hervorragend als Anti-Demenz Training^^) Dieser zweite Teil hat für mich definitiv mehr Spannung und Handlung geboten als der Vorherige, ich weiß nicht ob es mir nur so vorkommt, aber ich glaube die Beschreibungen waren nicht ganz so nervig detailliert. Das war ja das gewesen, was mich am meisten am ersten Teil gestört hatte. Insofern wurde ich stärker an die Seiten gefesselt und kam zügiger durch das Buch, was ich nur begrüßen kann, denn ich mag es nicht, wenn man ewig an einem, Buch hängt, was sich langsam lesen lässt. 
Aber auch wenn die Spannung höher war als im ersten Teil, gab es keine bis wenige "Oh mein Gott"-Momente, die mich richtig überzeugt hätten. Ich kann es wahrscheinlich schlecht beschreiben, aber einerseits fand ich dieses Buch ziemlich gut, andererseits hätte noch etwas gefehlt, vielleicht ein Plottwist oder so, was dieses Buch von "ziemlich gut" zu "richtig klasse" gebracht hätte. 
Meiner Meinung nach ist es echt ungünstig, dass die Beiden ersten Bücher nicht in einem kompletten Band, so wie im Original, übersetzt wurden, denn der erste Band ist ziemlich ermüdend, da man alle kennen lernen muss und sich durch ewig lange irrelevante Beschreibungen zwingen muss. Das Buch hört dann genau da auf, wo es richtig Spannend wird (ich weiß, dass ist bestimmt gewollt) und der Großteil der richtig spannenden Handlung ist dann im zweiten Teil, den bestimmt viele gar nicht mehr lesen. Irgendwie ist das ungünstig gemacht worden.

Fazit:
Der zweite Teil von "das Lied von Eis und Feuer" hat mir definitiv mehr Freude bereitet als der erste. Die Spannung ist größer, es gibt bedeutend mehr relevante Handlung und ich habe mich mittlerweile (größtenteils) bei den Charakteren und Familienbeziehungen zurechtgefunden. Das Buch ist flüssiger zu lesen, da zum Glück viele Beschreibungen nicht mehr so übertrieben detailreich wie im ersten Teil sind. Wenn das Buch nicht aufgeteilt wäre, hätte der erste Band insgesamt eine viel bessere Wertung erzielen können. Schade!




4/5 Punkten

Montag, 16. Mai 2016

Die Eisfestung von Jonathan Stroud [REZENSION]

Die Eisfestung
von Jonathan Stroud
cbt-Verlag
7,95€

Inhalt (Klappentext):
Eigentlich wissen Emily und Simon so gut wie nichts über Marcus. Es war Zufall, dass sie einander auf dem gesperrten Burggelände begegnen und dort gemeinsam übernachteten. Doch Marcus verwandelt die Burg in eine Festung. Emily und Simon sind bei ihm, als er schwört, nie mehr nach Hause zurückzugehen. Währenddessen rücken sie draußen vor: zunächst nur Marcus’ Vater, dann der Burgwächter, Polizei, eine Sozialarbeiterin, Feuerwehr mit Gerät – die Belagerer, der FEIND, der Markus herausholen will! Was als übermütiges Spiel begann, schlägt langsam um in einen Albtraum.


Meine Meinung:

Erwartung:
Als ich dieses Buch letzte Woche in de rBücherei gesehen habe, musste ich es mir sofort ausleihen. Das hatte dre bestimmte Gründe: 1. Der Klappentext klingt cool und interessant. 2. Die Bezeichnung "Psychothriller" hat mich neugierig gemacht und 3. Es ist von Jonathan Stroud! Meinem Lieblingsautor, dessen Bartimäus und Lockwood Reihe ich bereits gelesen habe und liebe. Meine Erwartungen waren also sehr hoch, obwohl das Buch mit knappen 300 Seiten ziemlich dünn ist, denn von den Büchern von Jonathan Stroud bin ich bisher nie enttäuscht gewesen! 


Bewertung:
Das Buch fängt hoffnungsvoll an. Schon der erste Satz "Emilys erstes Verbrechen war klein und hatte mit dem Schnee zu tun" verspricht eine interessante Geschichte und Hauptperson. Allerdings hat dieser erste positive Start schnell abgeflacht. Der Anfang der Geschichte ist relativ belanglos, was erstmal nicht schlimm ist, denn jedes Buch braucht natürlich etwas "Anlaufzeit" um in die Geschichte hineinzukommen. Allerdings hatte ich das Gefühl, bei diesem Buch war die Anlaufzeit über das gesamte Buch gestreckt. Die drei Charaktere sind eigentlich ganz gut beschrieben aber auch irgendwie etwas seltsam, leider nicht so außergewöhnlich lebensecht und detailgetreu wie ich es von den anderen Jonathan Stroud Büchern gewohnt bin. Die Geschichte der drei Kinder die eine Burg "einnehmen" und dort Übernachten gefällt mir vom Grundprinzip her ganz gut. Aber die Art und Weise, wie sich die Kinder da hineinsteigern wirkt auf mich irgendwie komplett seltsam und an den Haaren herbeigezogen, mich konnte das nicht überzeugen. Auf den 290 Seiten entwickelt sich keine wirkliche Spannung, sondern teilweise eher Langweile und ich habe die ganze Zeit auf den Aspekt des "Psychothrillers" gewartet. Für mich war das ganz klar ein Kinderbuch, kein Thriller und definitiv kein Psychothriller. Der "Überlebensaspekt" des Buches hat mir aber nichtsdestotrotz zugesagt. Ich finde es irgendwie immer nett zu lesen, wie Figuren in Büchern sich in einer ungewohnten Umgebung einnisten und dort versuchen selbstständig auszukommen. (Das klingt irgendwie komisch, wenn man das so schreibt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine ^^) 

Fazit:
Ich glaube, Jonathan Stroud hat seine Energie komplett in Bartimäus 1 gesteckt, denn die Bücher wurden zur gleichen Zeit geschrieben. Ich bin von diesem Buch leider enttäuscht, da ich sehr hohe Erwartungen hatte. Die Spannung ist konstant ziemlich niedrig und der ganze Plot wirkt irgendwie unrealistisch. Die Grundidee ist gut- die Ausführung- gemessen an anderen Werken- weniger gut. Das Buch war kein kompletter Flop, da sehr schnell zu lesen und ganz nett für Zwischendurch. Trotzdem muss man dieses buch, auch nicht als Jomnathan Stroud Fan, nicht unbedingt gelesen haben. 



2,5/5 Punkten 

Mittwoch, 11. Mai 2016

Feuer und Stein (Die Highland Saga #1) von Diana Gabaldon [REZENSION]

Feuer und Stein
von Diana Gabaldon
Knaur TB-Verlag
14,99€

Inhalt (Klappentext):
Schottland 1946: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt 
und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf gleich eine Fremde, ein »Outlander«. 

Meine Meinung:

Erwartung:
Ich verbringe ja sehr viel Zeit auf Youtube, und schaue dabei auch gerne hin und wieder einige Buch-Youtuber oder Booktuber. eine der bekanntesten, Sasha von abookutopia auf Youtube erzählt in jedem zweiten Video, dass "Outlander" bzw. im deutschen "Feuer und Stein" ihr absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten ist. Als ich letztens nicht wusste, was ich lesen sollte, habe ich es mir also einfach mal aus der Bücherei ausgeliehen, um zu sehen ob dieses Buch wirklich so toll ist. 
Demnach hatte ich recht hohe Erwartungen!

Bewertung:
Der erste Teil der Highland-Saga spielt, wie man nach dem Namen zu urteilen, schnell feststellen kann in den schottischen Highlands. Diese Idee bzw. dieser Ort gefällt mir als Szenerie gut, denn ich habe bisher kein Buch gelesen, was in Schottland spielt und weiß dementsprechend auch wenig über das Land und besonders wenig über die schottische Geschichte. Etwas über die Situation in Schottland im 18. Jahrhundert, besonders über die verschiedenen Clans, zu erfahren, war für mich auf jeden Fall interessant und noch nicht so "ausgelutscht" wie andere Orte und Zeiträume. Man erfährt allerdings nicht nur neues über Schottland im 18. Jahrhundert, sondern auch ein Bisschen was über England bzw. Schottland im Jahre 1945, denn das ist die gegenwärtige Zeit, in der das Buch eigentlich spielt. 
Leider war besonders der Anfang des Buches relativ zäh und insgesamt habe ich das Gefühl, das außer der Beziehung zwischen Claire und Jamie nicht wirklich etwas passiert. Die eigentliche Handlung spielt sich im Endeffekt auf vielleicht 150 Seiten ab, während die restlichen 650 Seiten Ausführungen über das Liebesleben der Beiden sind. Wer auf Liebe und Romantik in Büchern steht, wird mit diesem Buch also definitiv seine Freude haben, mir persönlich war das aber einfach zu viel Schnulz und Liebe und ich hätte lieber etwas mehr relevante Handlung gehabt. Trotzdem gibt es einige spannende Stellen und Kapitel, aber insgesamt fallen diese leider nicht sehr stark ins Gewicht und gehen im Rest des Buches irgendwie unter.

Fazit:
Irgendwie hat mir bei diesem Roman der "zündende Funke" gefehlt. Irgendetwas, was dieses Buch außergewöhnlich macht. Denn auch, wenn das Setting für mich etwas Neues war und einige Szenen durchaus richtig spannend waren, habe ich mehr so ein "ganz nett" Gefühl bei diesem Buch. Es war nicht schlecht, aber eben auch nicht sehr gut, für mich einfach ein durchschnitt Buch. Für Fans von Liebe und Romantik ein sehr guter Lesetipp, für andere ist es vielleicht höchstens ein ganz netter Zeitvertreib. Meine hohen Erwartungen konnte "Feuer und Sten" leider nicht erfüllen. 


3/5 Punkten 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Lesepläne MAI 2016

Leicht verspätet gibt es nun auch noch meine Lesepläne für den Monat Mai für euch! :)

Im Mai möchte ich den ersten und evtl. zweiten Band der Highland-Saga von Diana Gabaldon lesen. Das ist einmal "Feuer und Stein" und "Die geliehene Zeit". Außerdem möchte ich gerne mit der Percy Jackson-Reihe von Rick Riordan anfangen, weil diese ja auch sehr erfolgreich ist und ich schon einiges gutes gehört habe! Ich muss nur noch den Moment abpassen, wenn der erste Band in meiner ^örtlichen Bücherei verfügbar ist.^^ Da ich glaube, dass die Percy Jackson Bände relativ schnell und flüssig zu lesen sind, möchte ich so viele der Bände wie möglich im Mai lesen und die Highland-Saga (falls sie mir gefällt) dann vielleicht im Sommer beenden. Generell möchte ich auch zumindest noch den zweiten Teil der Game of Thrones Reihe von George R. R. Martin lesen, nämlich "Das Erbe von Winterfell", da dieser ja eigentlich noch zum ersten englischen Band gehört. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich das auch noch im Mai schaffe, aber ich bin auf Grund der vielen Feiertage und langen Wochenenden sehr optimistisch! :) 

Welche Lesepläne habt ihr so für diesen Monat? Schreibt mir gerne einen Kommentar!


Bis Bald! 

Tatjana :)

Dienstag, 3. Mai 2016

APRIL 2016 Lesefazit

Im April 2016 habe ich 3 Bücher mit 2288 Seiten gelesen, das ist weniger als im März und Februar und nach Januar mein schlechtester Lesemonat bisher. Aber 2300 Seiten ist immer noch gut und ich habe immerhin 3 von 4 Leseplänen im April erfüllt! 
Für den April hatte ich mir vorgenommen "das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin, "die Chroniken des Magnus Bane" von Cassandra Clare&Co und zwei Bücher von Ken Follett, nämlich "die Säulen der Erde" und "die Tore der Welt" zu lesen. Ich habe alle Bücher außer die Tore der Welt gelesen, da ich bis zum 30. April noch an die Säulen der Erde hing. Das ich letzten Monat nicht so viel zum lesen gekommen bin, hatte nämlich vor allem den Grund, dass sowohl das Lied von Eis und Feuer als auch die Säulen der Erde unglaublich langsam zu lesen waren und zudem noch sehr viele Seiten und sehr kleine Schrift hatten. 
Mit dem April 2016 bin ich also so semi-zufrieden. Ich habe sehr gute Bücher gelesen und fast alle Lesepläne erfüllt, aber trotzdem sind drei (dicke) Bücher relativ mager. MAl schauen  was der Mai so bringt!


Mein persönlicher TOP-Titel des Monats:
Die Säulen der Erde von Ken Follett! Wie schon in meiner Rezension zu lesen war ich von diesem packenden historischen Roman wirklich begeistert! Mit 5/5 Punkten qualifiziert sich die Säulen der Erde sofort als Top-Titel dieses Monats. Ken Follett hat es einfach geschafft, die Welt des Mittelalters unglaublich detailgetreu und mit so verschiedenen, außergewöhnlichen, Charakteren zum Leben erwachen zu lassen. Ich freu mich nun umso mehr auf weitere Bücher von Ken Follett, die ich demnächst lesen möchte!


Mein persönlicher FLOP-Titel des Monats:
-
Bei lediglich drei gelesenen Büchern ist es sehr schwer einen "Flop" zu ernennen, besonders wenn alle drei Büche gut-sehr gut waren! Diesen Monat gibt es beim besten Willen keinen Flop-Titel. Umso besser! :)

Sonntag, 1. Mai 2016

Die Säulen der Erde von Ken Follett [REZENSION]

Die Säulen der Erde
von Ken Follett
9,95€
Bastei Lübbe Verlag

Inhalt (Klappentext):
England 1123-1173. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden: der Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der "Säulen der Erde" wird ...

Meine Meinung:

Erwartung:
Die Säulen der Erde ist ein Weltbestseller unter den historischen Romanen. Ich hatte schon lange vorgehabt, mal einen historischen Roman (der über die "Zeitdetektive" mit 10 Jahren hinausgeht^^) zu lesen. Ein Freund von mir hat mir daraufhin die Säulen der Erde empfohlen. Als ich es auf einem Bücherflohmarkt gefunden habe, hab ich die günstige Gelegenheit ergriffen und es mir, zusammen mit der Fortsetzung, "die Tore der Welt" gekauft. Ich habe keine speziellen Erwartungen an das Buch gehabt. Ich habe einfach angefangen zu lesen und auf das beste gehofft! :)

Bewertung:
Die Säulen der Erde ist ein wirklich außergewöhnliches Buch. Auf die gute Art und Weise. Der Autor hat es schnell geschafft, mich an die Welt des Mittelalters zu fesseln und ich konnte mich, besonders durch den schönen Schreibstil, gut in das Geschehen und das Zeitalter einfinden. Das Buch ist wirklich umfassend, 1153 Seiten, aufgeteilt in nochmal 6 Abschnitte bzw. Bücher die jeweils einige Jahre beinhalten. Zwischen den Büchern geht es teilweise fast nahtlos weiter, besonders gegen Ende gibt es aber auch immer größere Zeitsprünge von ca 10 Jahren.
Nacheinander lernt man die verschiedenen Charaktere kennen. Sie sind gut gewählt, so dass man die Lebensweisen bzw. -umstände verschiedener Personengruppen im Mittelalter miterlebt, bei den Figuren handelt es sich z.B. um einen Mönch, einen Baumeister und einen Grafen. Sie bieten alle eine eigene Persönlichkeit und ich habe einige Charaktere regelrecht gehasst, andere waren mir extrem sympatisch und ich konnte mich in sie hineinversetzten. Solche Emotionen zu wecken ist genau das, was ein Buch können sollte. Mir hat der Zeitrahmen von ca 50 Jahren innerhalb des Buches gut gefallen. Normalerweise bin ich kein Fan von großen Zeitsprüngen in Büchern, da ich immer das Gefühl habe, dann etwas wichtiges zu verpassen, aber ich glaube in diesem Roman war das relativ große Zeitfenster eher hilfreich. So hat man die Charaktere aufwachsen oder alt werden sehen und mehr über die Machtkämpfe zu dieser Zeit erfahren. Etwas anderes hätte auch keinen Sinn gemacht, ein Bürgerkrieg ist eben nicht in zwei Monaten zu Ende. 
Ken Follet beschreibt Einzelheiten bis ins kleinste Detail, was insgesamt sehr schön ist, an manchen Stellen aber auch ein kleines Bisschen zu viel war. Die etwas ältere Sprache ist leicht zu verstehen, aber ziemlich langsam zu lesen. Zudem ist die Schrift relativ klein, wodurch ich nur sehr langsam durch das Buch kam, teilweise habe ich eine Stunde für 40 Seiten gebraucht! Aber das ist nichts, was man dem Buch ankreiden könnte, denn trotz der enormen Länge war das Buch durchweg spannend und voller interessanter, geschichtlicher Zusammenhänge und Fakten über das Mittelalter. 

Fazit:
"Die Säulen der Erde" ist ein spannender, historischer Roman und für alle Geschichts-interessierten außerdem sehr interessant. Ken Follett schreibt mit einer großen Liebe zum Detail und der Schreibstil ist wirklich schön und angenehm zu lesen. Die Charaktere sind tiefgründig und vielfältig und schaffen es Emotionen zu wecken, während man mit ihnen durch verschiedene Lebensabschnitte geht, sie gewinnen und verlieren sieht.  Man erfährt unglaublich viel über die Zeit des Mittelalters. Dieses Buch empfehle ich jedem weiter, diese 1160 Seiten lohen sich auf jeden Fall!


5/5 Punkten