Die Eisfestungvon Jonathan Stroud
cbt-Verlag
7,95€
Inhalt (Klappentext):
Eigentlich wissen Emily und Simon so gut wie nichts über Marcus. Es war Zufall, dass sie einander auf dem gesperrten Burggelände begegnen und dort gemeinsam übernachteten. Doch Marcus verwandelt die Burg in eine Festung. Emily und Simon sind bei ihm, als er schwört, nie mehr nach Hause zurückzugehen. Währenddessen rücken sie draußen vor: zunächst nur Marcus’ Vater, dann der Burgwächter, Polizei, eine Sozialarbeiterin, Feuerwehr mit Gerät – die Belagerer, der FEIND, der Markus herausholen will! Was als übermütiges Spiel begann, schlägt langsam um in einen Albtraum.
Meine Meinung:
Erwartung:
Als ich dieses Buch letzte Woche in de rBücherei gesehen habe, musste ich es mir sofort ausleihen. Das hatte dre bestimmte Gründe: 1. Der Klappentext klingt cool und interessant. 2. Die Bezeichnung "Psychothriller" hat mich neugierig gemacht und 3. Es ist von Jonathan Stroud! Meinem Lieblingsautor, dessen Bartimäus und Lockwood Reihe ich bereits gelesen habe und liebe. Meine Erwartungen waren also sehr hoch, obwohl das Buch mit knappen 300 Seiten ziemlich dünn ist, denn von den Büchern von Jonathan Stroud bin ich bisher nie enttäuscht gewesen!
Bewertung:
Das Buch fängt hoffnungsvoll an. Schon der erste Satz "Emilys erstes Verbrechen war klein und hatte mit dem Schnee zu tun" verspricht eine interessante Geschichte und Hauptperson. Allerdings hat dieser erste positive Start schnell abgeflacht. Der Anfang der Geschichte ist relativ belanglos, was erstmal nicht schlimm ist, denn jedes Buch braucht natürlich etwas "Anlaufzeit" um in die Geschichte hineinzukommen. Allerdings hatte ich das Gefühl, bei diesem Buch war die Anlaufzeit über das gesamte Buch gestreckt. Die drei Charaktere sind eigentlich ganz gut beschrieben aber auch irgendwie etwas seltsam, leider nicht so außergewöhnlich lebensecht und detailgetreu wie ich es von den anderen Jonathan Stroud Büchern gewohnt bin. Die Geschichte der drei Kinder die eine Burg "einnehmen" und dort Übernachten gefällt mir vom Grundprinzip her ganz gut. Aber die Art und Weise, wie sich die Kinder da hineinsteigern wirkt auf mich irgendwie komplett seltsam und an den Haaren herbeigezogen, mich konnte das nicht überzeugen. Auf den 290 Seiten entwickelt sich keine wirkliche Spannung, sondern teilweise eher Langweile und ich habe die ganze Zeit auf den Aspekt des "Psychothrillers" gewartet. Für mich war das ganz klar ein Kinderbuch, kein Thriller und definitiv kein Psychothriller. Der "Überlebensaspekt" des Buches hat mir aber nichtsdestotrotz zugesagt. Ich finde es irgendwie immer nett zu lesen, wie Figuren in Büchern sich in einer ungewohnten Umgebung einnisten und dort versuchen selbstständig auszukommen. (Das klingt irgendwie komisch, wenn man das so schreibt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine ^^)
Fazit:
Ich glaube, Jonathan Stroud hat seine Energie komplett in Bartimäus 1 gesteckt, denn die Bücher wurden zur gleichen Zeit geschrieben. Ich bin von diesem Buch leider enttäuscht, da ich sehr hohe Erwartungen hatte. Die Spannung ist konstant ziemlich niedrig und der ganze Plot wirkt irgendwie unrealistisch. Die Grundidee ist gut- die Ausführung- gemessen an anderen Werken- weniger gut. Das Buch war kein kompletter Flop, da sehr schnell zu lesen und ganz nett für Zwischendurch. Trotzdem muss man dieses buch, auch nicht als Jomnathan Stroud Fan, nicht unbedingt gelesen haben.
2,5/5 Punkten
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