Die Insel der besonderen Kindervon Ransom Riggs
Knaur-Verlag
12,99€
Inhalt:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …
Meine Meinung:
Die Insel der besonderen Kinder ist ein Titel, den ich schon lange mal als "to read" im Kopf hatte und nachdem ich gehrt habe, dass es dazu bald einen Kinofilm geben wird, habe ich mich dann endlich mal entschlossen, das Buch zu kaufen.
Das ganze Buch wirkt allein schon durch das auffällige, aber dunkel gehaltene Cover mysteriös und irgendwie gruselig und das passt genau zum Buch. Aber nicht nur das Cover ist an der Gestaltung besonders. Auch die zahlreichen Fotos, die die Erzählung regelmäßig begleiten sind ein echtes Highlight. Auf den Fotos sieht man z.B. die Kinder, die dann eine Seite zuvor beschrieben wurden. Dir Fotos sind außergewöhnlich, denn es handelt sich um echte Bilder aus den Archivs von Privatsammlern und die Kinder wurden dann eben passend zu den Bilden beschrieben. Das ist wirklich einzigartig und verleiht dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre und dadurch fühlt sich alles gleich viel realer an. Die gesamter Gestaltung ist einfach ein riesiger Pluspunkt für dieses Buch.
Mir gefällt außerdem, dass es sich um einen männlichen Protagonisten handelt, weil die meisten Hauptcharaktere in Jugendbüchern mittlerweile weiblich sind und ich mich daher auch immer wieder über männliche Protagonisten freue. Die Idee mit den besonderen Kinder und auch dem Zeitreiseaspekt spricht mich wirklich an und es fühlt sich auch nicht so ausgelutscht wie zum Beispiel Dystopien mittlerweile an. Das liegt aber einfach daran, dass ich bisher nicht so viele Bücher über Zeitreisen gelesen habe und mag Anderen vielleicht anders vorkommen. Die junggebliebenen Kinder, die eigentlich schon viele Jahrzehnte alt sein müssten und die 2. Weltkriegs-Atmosphäre verleihen dem Buch dann auch den gruseligen Hintergerund, den das Cover vermuten lässt. Während des Lesens kann man sich richtig schön gruseln, nämlich genug, damit es spannend und cool ist, aber nicht so stark, als dass man sich nicht trauen würde weiterzulesen. Etwas klischeehaft finde ich, dass es wieder ein Liebesinteresse geben muss, aber das gehört zu Büchern über Jugendliche wohl einfach dazu.
Der Schreibstil finde ich ansprechend, da der Autor Jacob, obwohl er nicht beliebt und eigentlich eher ein Loser-Typ ist, trotzdem eine gute und hilfsbereite Persönlichkeit und einen lustigen, sympathischen Charakter verleiht.
Fazit:
Insgesamt finde ich die neue und einfallsreiche Idee der besondern Fähigkeiten super und sowohl Jacob als auch Emma sind sehr sympathische Hauptcharaktere. Das Buch bietet eine mysteriös-gruselige Atmosphäre, die beim Lesen einfach Spaß macht und für Spannung sorgt. Ich würde die Reihe auf jeden Fall weiterempfehlen! :)
4,5/5 Punkten







