Donnerstag, 31. Dezember 2015

NOX- Unten von Yves Grevet [Rezension]

NOX-Unten
von Yves Grevet
Deutscher Taschenbuch Verlag
14,99€

Inhalt (Klappentext):
Polizei und Miliz die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Sein Freund Gerges aus Kindertagen tritt der Miliz bei. Bald schon wird er Lucen misstrauen und ihn hintergehen. Denn der sympathisiert mit den Aufständischen, die eine Zusammenführung von Unter- und Oberstadt unter Einsatz ihres Lebens erkämpfen wollen. Hinter ihm steht Firmie, seine Freundin, und auch Ludmilla, ein Mädchen aus der Oberstadt. Aber werden sie gegen die Miliz siegen? Lucen ist in größter Gefahr. Und ausgerechnet sein ehemaliger Freund wünscht ihm den Tod.


Bewertung:
"NOX" ist endlich mal wieder eine neue Dystopie, die ich gelesen habe. Das Buch wird aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren, Lucen, Gerges und Ludmilla erzählt. Alle drei  Charaktere sind sehr verschieden, Ludmilla ist sehr reich und lebt in der sogenannten "Oberstadt" und Gerges und Lucen leben beide in der "Unterstadt". Die Unterstadt liegt unter bzw. in einer giftigen Wolke aus Abgasen, die die Sonne verdeckt-ein Szenario, welches leider sehr realistisch ist. Ich konnte mich trotz der Unterschiede gut und schnell in die verschiedenen Charaktere hineinversetzten, schwieriger fiel es mir dagegen erst einmal zu bemerken, dass ein Ereignis oft zuerst komplett von Lucen geschildert wird und im nächsten Kapitel noch einmal von vorne, dann aus Gerges Sicht. Beim zweiten mal weiß man als schon, was passieren wird. Nachdem ich das erstmal verstanden hatte, finde ich es nun aber ganz angenehm zu lesen. Ich finde alle drei Personen und ihr jeweiliges Umfeld sind gut dargestellt und man erhält sehr interessante Einblicke in ihr Leben. Der große Konfliktpunkt liegt darin, dass Gerges nun in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Er ist Anführer der Miliz, sie kämpfen dafür, dass die Rollen Verteilung der Armen und Reichen in Unter- und Oberstadt so bleibt, wie bisher. Lucen sympathisiert dagegen zusammen mit zwei weiteren Freunden mit einer Gruppierung, die sich dafür einsetzt, dass die Güter gerecht verteilt werden und alle in die Oberstadt ziehen, wo die Luft sauberer ist und es technische Fortschritte wie fließendes Wasser für alle oder in Kraftwerken produzierten Strom gibt. Dadurch entsteht natürlich ein Konflikt in ihrer Freundschaft, aber auch, da die beiden nun 16-17 Jahre alt sind, und eine Familie gründen müssen. Auch Ludmillas Sicht gefällt mir gut. Sie ist ebenfalls ca 17 Jahre alt und interessiert sich nun immer mehr für die Menschen unterhalb ihrer Stadt. Ihr Vater  ist ein schwer beschäftigter Geschäftsmann und Ludmilla beginnt sich hinter seinem Rücken für die Armen zu engagieren. Ich empfehle das Buch allen, die gerne Dystopien lesen. Mit 318 Seiten ist das Buch zwar nicht extrem dick, aber es bietet trotzdem viel Handlung und Spannung.


4,5/5 Punkten

Samstag, 26. Dezember 2015

Fröhliche Weihnachten!

Ich wünsche Allen noch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich war in letzter Zeit nicht sehr aktiv, da ich nur kleine Weihnachtsbücher gelesen habe, über die ich keine Rezension schreiben wollte, aber wenn ich jetzt wieder "normale" Bücher lese, wird sich das auch wieder ändern. Also bis Bald!
-Tatjana

Dienstag, 8. Dezember 2015

1000 Gefahren am Katastrophentag/Die Pyramide der 1000 Gefahren von Edward Packard/Fabian Lenk [Rezension]

1000 Gefahren am Katastrophentag
von Edward Packard
Ravensburger-Verlag
4,99€

Die Pyramide der 1000 Gefahren
von Fabian Lenk
Ravensburger-Verlag
4,99€

Inhalt (Klappentext): 
Es ist Freitag, der Dreizehnte, und du sitzt in einem klapprigen Bus. Erst regnet es in Strömen, dann wütet plötzlich ein Tornado! Steigst du aus und suchst nach einem Unterschlupf oder wagst du die Höllenfahrt durch den Sturm?

Während deiner Ägyptenreise musst du dich entscheiden, ob du als braver Tourist Pyramiden besichtigst oder dich selbst als Grabräuber betätigst ...


Bewertung:
Bei den "1000 Gefahren"-Büchern ist dem Leser selbst überlassen, wie er handeln möchte. Man wird vor eine Entscheidung gestellt, z.B. ob man durch ein Moor gehen, oder den längeren Weg durch den dunklen Wald nehmen möchte, und muss sich dann für eine Option entscheiden. Im Grunde kann alles passieren. Man entscheidet sich dafür, einen Kakao zu trinken und schwupps ist man auf irgendeine verquerte Weise gestorben. Aber genau das macht die Bücher spannend. Natürlich kann man die Handlung nicht im entferntesten mit "richtigen" Büchern vergleichen, sie ist meistens nicht kompliziert, da der Hauptfokus eben auf den Entscheidungen beruht. 
1000 Gefahren am Katastrophentag ist eins meiner Lieblingsbücher in der Reihe. Auch wenn es ziemlich schwer ist, nicht zu sterben. Aber mir gefallen die ausgefallenen Todesarten, die man in den jeweiligen Situationen nicht erwartet hätte, ziemlich gut. Ein Pluspunkt an diesem Buch ist auch, dass es viele, sehr verschiedene, Szenarien gibt. Bei einem arbeitet man den ganzen Sommer auf der Schweinefarm seines Onkels, bei einem anderen wird man zum Straftäter und von der Polizei verfolgt. 
Die Pyramide der 1000 Gefahren gefällt mir dagegen nicht so gut. Es ist kein schlechtes Buch, aber mir fehlt die Abwechslung. Ich glaube, es ist eher an jüngere Leser gerichtet, die vielleicht schockiert wären, wenn sie plötzlich in Säure verätzt werden würden. Im Grunde läuft in diesem Buch jedes 2. Ende darauf hinaus, dass man ein Verbrechen aufdeckt und die Polizei am Ende die Kriminellen festnimmt. Einmal findet man einen verbogenen Schatz und wird berühmt, aber es gibt keine wirklich unerwarteten Wendungen in der Handlung. 
Insgesamt halte ich die "1000-Gefahren"-Bücher für einen guten Zeitvertreib, aber sie können (logischerweise) von der Handlung nicht an Romane o.ä. heranreichen. Der Preis ist gerechtfertigt und man kann die Bücher auch immer wieder lesen, bis man wirklich alle Enden gelesen hat.

Die Pyramide der 1000 Gefahren: 3/5 Punkten
1000 Gefahren am Katastrophentag: 4,5/5 Punkten