Die Bücherdiebin
von Markus Zusak
cbt-Verlag
9,99€
Meine Meinung:
"Die Bücherdiebin" behandelt das Schicksal eines Mädchens während des zweiten Weltkriegs in Deutschland. Ich habe schon einige Romane, die im zweiten Weltkrieg spielen gelesen und muss sagen, dieser ist definitiv unter meinen Favoriten. Liesel ist mir direkt ans Herz gewachsen. Sie macht vieles durch und wirkt trotzdem so stark, wie sie sich immer versucht an ihre Bücher zu klammern. Dabei kann man schnell vergessen, das sie eigentlich erst ein Kind ist. Das Buch ist ja mit knapp 600 Seiten recht dick und zu Beginn bekommt man als Leser gar nicht so viel vom Krieg selbst mit. Es geht einfach darum, wie Liesel versucht ihr Leben zu meistern und im Hintergrund merkt man, wie sich die Lage zuspitzt. Auch Liesels Pflegefamilie ist mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer gewesen. Man merkt einfach, was für ein starker und herzenswarmer Charakter Rosa, Liesels Mutter, hinter ihrer energischen, "harten" Fassade ist. Und ich glaube, Liesels Vater ist eine der besten Vaterfiguren, die eine Person haben kann. Nur zu Rudi konnte ich keinen rechten Zugang finden. Teilweise konnte ich seine Handlungen nicht nachvollziehen und seine ewigen Forderungen, Liesel solle ihn küssen, haben mich irgendwann ziemlich genervt. Was vielleicht auch ein kleiner Kritikpunkt ist, ist, dass man lange Zeit keine riesigen Auswirkungen des Krieges merkt und plötzlich passiert alles auf einmal. Es ist dann ein sehr abruptes Ende und die Spannung hätte vielleicht etwas länger aufgebaut werden können. Ich glaube aber, das man das nicht groß kritisieren kann, denn ich vermute, das ist ein ziemlich authentischer Verlauf des Krieges. Die Menschen merken zu Beginn kaum etwas, aber jeden Moment kann alles zusammenbrechen. Sehr interessant finde ich auch die Erzählsicht des Buches, das ja quasi aus der Sicht eines "Seelensammlers" also des Todes geschrieben ist.
Fazit:
"Die Bücherdiebin" ist ein interessantes und authentischer Roman über das Leben eines Kindes im zweiten Weltkrieg. Es ist natürlich sehr tragisch und traurig, aber das ist wohl leider die Realität, wenn man in einer solchen Zeit lebt. Zu Rudi konnte ich zwar keinen rechten Zugang finden, aber insgesamt kann ich trotzdem sagen, dass die Charaktere authentisch beschrieben und aufgebaut sind. Ich würde dieses Buch weiterempfehlen.
4,25/5 Punkten
Layers
von Ursula Poznanski
14,95€
Loewe-Verlag
Inhalt:
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
Meine Meinung:
"Layers" ist das erste Buch, dass sich seit der "Eleria"-Trilogie von Ursula Poznanski lese. Zu Erebos bin ich leider nie wirklich gekommen, aber von der dystopischen Eleria-Trilogie war ich wirklich begeistert. Trotzdem habe ich lange gebraucht um mich endlich mal zu entschließen "Layers" zu lesen. Irgendetwas hat mich davon abgehalten, vielleicht der Klappentext bzw. die Inhaltsbeschreibung im Buch, die mich nicht wirklich ködern konnte. Jetzt, nachdem ich das Buch dann doch mal gelesen habe, muss ich sagen: Ich hätte nicht so lange warten müssen. Die Geschichte von Dorian, der sich als Obdachloser durchschlägt, hat mich direkt gefesselt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich weiß, dass es wirklich Jugendliche gibt, die aus ähnlichen Gründen auf der Straße leben und sehen müssen, wie sie den Alltag meistern und was sie essen und wo schlafen sollen. Diese Einleitung zur Geschichte hat mich also auf jeden Fall angesprochen. aber auch danach werden die Ereignisse spannend. Die Rätsel häufen sich, aber man kann der Handlung stets folgen. Dorian ist mir als Charakter auch schnell sympathisch geworden, die meisten anderen Charaktere bleiben aber leider irgendwie flach, eine wirkliche Bindung konnte ich zu keinem von ihnen, vielleicht ausgenommen Melvin, aufbauen. Dafür gab es einige Wendungen in der Handlung, besonders gegen Ende, die mich total überraschen und schocken konnte. Plottwists mit denen ich nicht rechnen konnte sind für mich immer auf jeden Fall ein gutes Merkmal für ein gelungenes Buch.
Was mich aber an der Geschichte durchweg gestört hat, war Dorians extrem überstürzte Beziehung zu Stella. Ich kann mir vielleicht noch am ehesten vorstellen, dass sich Dorian an einen Menschen "klammert" weil er sonst niemand festes, beständiges in seinem unsicheren Leben hat. Aber das er sich nach ein oder zwei Tagen in jemanden verliebt und mit ihr dann direkt vom Status "Fremde" zu "Liebe des Lebens", mit der er seine gesamte Zukunft verbringen will, ohne sie wirklich zu kennen, scheint mir einfach sehr unauthentisch. Die Beziehung konnte ich wirklich kaum nachvollziehen und Stella lag mir daher bis zu letzt eigentlich nicht wirklich am Herzen, da sie einfach nur der Grund ist, wieso Dorian extrem teilweise irrational handelt. Diese Beziehung hätte man irgendwie langsamer bzw. anders angehen müssen.
Fazit:
Insgesamt konnte mich die Geschichte aber trotzdem überzeugen. Die Beziehung war zwischendurch zwar wirklich nervig und irgendwie aufgesetzt, aber die restliche Handlung war ziemlich spannend und konnte mich am Ende wirklich überraschen. Außerdem war das Buch wirklich schnell zu lesen, da ich an die Seiten gefesselt war und gar nicht gemerkt habe, wie viel ich schon gelesen habe. Von mir also eine Empfehlung wert!
4/5 Punkten
Opposition - Schattenblitz
von Jennifer L. Armentrout
19,99€
CARLSEN-Verlag
Meine Meinung:
Von der Obsidian-Reihe war ich anfangs eher weniger begeistert. Am ersten Band hat mich vor allem die absolute Klischeehaftigkeit, schon beginnend mit der Namensauswahl und die Tatsache, dass der Junge ein totales Arschloch ist und das Mädchen das dann auch noch sexy findet. Das hat mich eigentlich durchweg durch das erste Buch aufgeregt und war für mich auch einfach nicht nachvollziehbar. Aliens sind jetzt auch nicht unbedingt meins, aber bei Genres bin ich eigentlich relativ offen und finde, man kann alles mal ab un zu lesen.
Ich wollte die Reihe deshalb trotzdem noch zu ende lesen und sehen, wie sich die Geschichte entwickelt. Und ich finde, die Reihe hat auf jeden Fall noch etwas zugelegt und ich habe mich langsam an die Geschichte und die Charaktere gewöhnt. Daemon ist nicht mehr so schlimm wie noch im ersten Band und Katy ist mir mittlerweile eigentlich ziemlich sympathisch geworden. Das einzige was mich an ihrer Beschreibung dezent nervt ist, dass gefühlt drei mal auf jeder Seite beschrieben wird, wie ihr Gesicht errötet. Irgendwann habe ich mich gefragt ob ihr Gesicht auch noch mal eine normale Farbe annimmt. Dafür sind mir aber einige der Nebencharaktere echt sympathisch geworden, besonders Luc und Archer sind total lustig und irgendwie einfach cool und ich habe mich immer gefreut, wenn sie auftreten.
Die Handlung baut auch definitiv an Spannung auf und mit der Zeit konnte ich mit den Ereignissen mitfiebern und wollte wissen, wie das alles zu einem Ende kommen soll. Der Verlauf der Ereignisse konnte mich insgesamt überzeugen und das ende gefällt mir eigentlich ganz gut, weil es sich für mich abgeschlossen und wie ein gesundes Mittelding anfühlt. (Will hier jetzt mal nicht unnötig spoilern)
Fazit:
Die Obsidian-Reihe kann man definitiv lesen. Vom ersten Band war ich eher weniger überzeugt, aber mit der Zeit wird Daemon weniger nervig und die Handlung dafür deutlich spannender. Besonders mit den Ereignissen im letzten Band konnte ich super mitfiebern und die Nebencharaktere die so in den letzten beiden Bänden auftauchen werten das Geschehen für mich deutlich auf. Die Reihe wird wohl nicht meine neue Lieblingsbuchreihe werden aber es war eine gute Entscheidung sie zu beenden.
4/5 Punkten
Bisher bin ich bei meiner Goodreads Reading Challenge nur 3 Bücher hinter meinem Ziel, HA! Ich will mir dieses Jahr zwar keinen Druck machen, das Ziel von 100 Büchern zu erreichen, aber ich freue mich natürlich, dass ich dieses Jahr schon so viele coole Bücher gelesen habe. :)
Deshalb will ich auch im Mai wieder einige (hoffentlich) gute Bücher lesen. Als erstes will ich die Obdidian-Reihe von Jennifer L. Armentrout beenden. Den zweiten Band habe ich
schon im Apreil gelesen und mit dem dritten bin ich mittlerweile im Mai auch schon fertig. Es fehlt also nur noch Origin und Opposition. Ich bin nach wie vor nicht 100% von der Reihe überzeugt, aber schlecht ist sie definitiv nicht und ich möchte jetzt wissen, wie alles endet. Dann habe ich mir letztens "Panic- Wer Angst hat ist raus" von Lauren Oliver gekauft. Ich weiß nicht, ob es mir wirklich so gut gefallen wird, aber Lauren Oliver ist ja schon für andere, sehr gute Bücher bekannt und der Klappentext klang eigentlich ganz interessant. Mit diesen drei Büchern komme ich wahrscheinlich schon mal ganz gut durch den Mai und mehr zu lesen habe ich hier auch nicht mehr. Das heißt, ich lese vielleicht mal wieder ein paar Bücher die ich eigentlich schon kenne. Wahrscheinlich werde ich aber einfach diesen Monat der Bücherei oder Buchhandlung mal einen Besuch abstatten, irgendetwas gutes werde ich dort bestimmt finden. Mein Profi-Tipp ist da auch die onleihe-App, bei der man sich über viele Büchereien aus ganz Deutschland mit seinem Büchereiausweis registrieren und dann ganz einfach online Bücher ausleihen kann. Das ist echt praktisch, wenn man etwas neues zum Lesen sucht aber zu faul ist das Haus zu verlassen oder es mal wieder Sonntag ist.. :)
Im April habe ich wieder die magische Zahl von 9 Büchern gelesen. Wer mal durch meine Lesejahr-Seite scrollt wird erkennen, dass ich sowohl dieses als auch letztes Jahr ziemlich oft genau 9 Bücher im Monat gelesen habe. Jedes Mal versuche ich aus den 9 Büchern 10 zu machen, aber es klappt nie. Also irgendwas muss an dieser 9 besonders sein. Vielleicht finde ich es irgendwann ja heraus.
Mit den 9 Büchern und 3089 Seiten bin ich aber jedenfalls sehr zufrieden. Ich habe meine (zugegeben nicht allzu üppigen) Lesepläne weitestgehend erfüllt und endlich die tolle "Abby Lynn"-Reihe von Rainer M. Schröder fertig gelesen. Die Reihe hat mir richtig gut gefallen und ich habe eine Rezension bzw. Empfehlung zur ganzen Reihe geschrieben. Außerdem habe ich "Sofies Welt" von Jostein Gaarder, auf das ich ja sehr gespannt war, beendet. Wie in meiner Rezension zu merken, war ich davon leider ziemlich enttäuscht und die gut 600 Seiten haben sich dann doch ziemlich gezogen. In einem Anflug aus Sommerlaune habe ich die "Conni 15" Bücher von Dagmar Hoßfeld (Band 1 und 3) noch mal gelesen. Die sind zwar nicht wahnsinnig spedktakulär aber Conni ist mir sehr sympathisch und daher finde ich die Bücher für Zwischendurch super- auch wenn sie mein Genre sonst nicht so treffen. Spontan aus der Bücherei ausgeliehen habe ich mir dann auch noch drei andere Bücher, "Das erste Mal lieben" von Katja Reider und Constantin Kilian, "Das Morgen ist immer schon jetzt" von Patrick Ness und "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher. Letzteres hat mir ziemlich gut gefallen, alleine schon wegen der hohen Spannung. "Das erste Mal lieben" war ganz nett, aber irgendwie nicht so spektakulär, da es eigentlich nicht so viel Handlung gibt. "Das morgen ist immer schon jetzt" hatte mir leider zu viele Fantasyinhalte, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Als letztes habe ich dann noch begonnen, die "Onyx" Reihe von Jennifer L. Armentrout weiter zu lesen. Der erste Band war mir an einigen Stellen zu klischeehaft, aber schlecht sind die Bücher nicht und da ich es nicht mag, Reihen unbeendet zu lassen, werde ich sie wohl noch beenden. Insgesamt also ein sehr interessanter un abwechslungsreicher Monat für mich :)
Mein persönlicher TOP-Titel des Monats:
Mein Top-Titel dieses Monats war "Verborgen im Niemandsland" von Rainer M. Schröder. Das ist der 4. Band aus der Abby Lynn Reihe. DA die Bände aber ziemlich dicht zusammenhängen, würde ich einfach die ganze Reihe als Top und als ganz klare Empfehlung meinerseits bezeichnen. Die verschiedenen Charaktere, besonders Abby, sind wahnsinnig authentisch gehalten und man muss Abby sofort ins Herz schließen. Der historische Hintergrund in der Anfangszeit Australiens hat mich auch angesprochen und war echt interessant und vor allem auch spannend gestaltet. Die Reihe würde ich definitiv noch mal lesen! :)

Mein persönlicher FLOP-Titel des Monats:
Eine ziemlich große Enttäuschung für mich war diesen Monat "Sofies Welt" von Jostein Gaarder. Das habe ich auch schon in meiner Rezension genauer erklärt. Die Idee eines philosophischen Jugendromans klang für mich total interessant, aber im Roman wurde man dann einfach mit viel zu vielen Informationen zugeschüttet, die man aufgrund einer zu geringen Rahmenhandlung kaum verarbeiten konnte. die gut 600 Seiten haben sich auf diese Weise dann leider schrecklich gezogen. Dieses Buch würde ich eigentlich nicht weiterempfehlen.