Sonntag, 21. Mai 2017

Layers von Ursula Poznanski [REZENSION]

Layers
von  Ursula Poznanski
14,95€
Loewe-Verlag

Inhalt: 
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? 

Meine Meinung:
"Layers" ist das erste Buch, dass sich seit der "Eleria"-Trilogie von Ursula Poznanski lese. Zu Erebos bin ich leider nie wirklich gekommen, aber von der dystopischen Eleria-Trilogie war ich wirklich begeistert. Trotzdem habe ich lange gebraucht um mich endlich mal zu entschließen "Layers" zu lesen. Irgendetwas hat mich davon abgehalten, vielleicht der Klappentext bzw. die Inhaltsbeschreibung im Buch, die mich nicht wirklich ködern konnte. Jetzt, nachdem ich das Buch dann doch mal gelesen habe, muss ich sagen: Ich hätte nicht so lange warten müssen. Die Geschichte von Dorian, der sich als Obdachloser durchschlägt, hat mich direkt gefesselt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich weiß, dass es wirklich Jugendliche gibt, die aus ähnlichen Gründen auf der Straße leben und  sehen müssen, wie sie den Alltag meistern und was sie essen und wo schlafen sollen. Diese Einleitung zur Geschichte hat mich also auf jeden Fall angesprochen. aber auch danach werden die Ereignisse spannend. Die Rätsel häufen sich, aber man kann der Handlung stets folgen. Dorian ist mir als Charakter auch schnell sympathisch geworden, die meisten anderen Charaktere bleiben aber leider irgendwie flach, eine wirkliche Bindung konnte ich zu keinem von ihnen, vielleicht ausgenommen Melvin, aufbauen. Dafür gab es einige Wendungen in der Handlung, besonders gegen Ende, die mich total überraschen und schocken konnte. Plottwists mit denen ich nicht rechnen konnte sind für mich immer auf jeden Fall ein gutes Merkmal für ein gelungenes Buch. 
Was mich aber an der Geschichte durchweg gestört hat, war Dorians extrem überstürzte Beziehung zu Stella. Ich kann mir vielleicht noch am ehesten vorstellen, dass sich Dorian an einen Menschen "klammert" weil er sonst niemand festes, beständiges in seinem unsicheren Leben hat. Aber das er sich nach ein oder zwei Tagen in jemanden verliebt und mit ihr dann direkt vom Status "Fremde" zu "Liebe des Lebens", mit der er seine gesamte Zukunft verbringen will, ohne sie wirklich zu kennen, scheint mir einfach sehr unauthentisch. Die Beziehung konnte ich wirklich kaum nachvollziehen und Stella lag mir daher bis zu letzt eigentlich nicht wirklich am Herzen, da sie einfach nur der Grund ist, wieso Dorian extrem teilweise irrational handelt. Diese Beziehung hätte man irgendwie langsamer bzw. anders angehen müssen.

Fazit:
Insgesamt konnte mich die Geschichte aber trotzdem überzeugen. Die Beziehung war zwischendurch zwar wirklich nervig und irgendwie aufgesetzt, aber die restliche Handlung war ziemlich spannend und konnte mich am Ende wirklich überraschen. Außerdem war das Buch wirklich schnell zu lesen, da ich an die Seiten gefesselt war und gar nicht gemerkt habe, wie viel ich schon gelesen habe. Von mir also eine Empfehlung wert!



4/5 Punkten

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