von Yves GrevetDeutscher Taschenbuch Verlag
14,99€
Inhalt (Klappentext):
Polizei und Miliz die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Sein Freund Gerges aus Kindertagen tritt der Miliz bei. Bald schon wird er Lucen misstrauen und ihn hintergehen. Denn der sympathisiert mit den Aufständischen, die eine Zusammenführung von Unter- und Oberstadt unter Einsatz ihres Lebens erkämpfen wollen. Hinter ihm steht Firmie, seine Freundin, und auch Ludmilla, ein Mädchen aus der Oberstadt. Aber werden sie gegen die Miliz siegen? Lucen ist in größter Gefahr. Und ausgerechnet sein ehemaliger Freund wünscht ihm den Tod.
Bewertung:
"NOX" ist endlich mal wieder eine neue Dystopie, die ich gelesen habe. Das Buch wird aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren, Lucen, Gerges und Ludmilla erzählt. Alle drei Charaktere sind sehr verschieden, Ludmilla ist sehr reich und lebt in der sogenannten "Oberstadt" und Gerges und Lucen leben beide in der "Unterstadt". Die Unterstadt liegt unter bzw. in einer giftigen Wolke aus Abgasen, die die Sonne verdeckt-ein Szenario, welches leider sehr realistisch ist. Ich konnte mich trotz der Unterschiede gut und schnell in die verschiedenen Charaktere hineinversetzten, schwieriger fiel es mir dagegen erst einmal zu bemerken, dass ein Ereignis oft zuerst komplett von Lucen geschildert wird und im nächsten Kapitel noch einmal von vorne, dann aus Gerges Sicht. Beim zweiten mal weiß man als schon, was passieren wird. Nachdem ich das erstmal verstanden hatte, finde ich es nun aber ganz angenehm zu lesen. Ich finde alle drei Personen und ihr jeweiliges Umfeld sind gut dargestellt und man erhält sehr interessante Einblicke in ihr Leben. Der große Konfliktpunkt liegt darin, dass Gerges nun in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Er ist Anführer der Miliz, sie kämpfen dafür, dass die Rollen Verteilung der Armen und Reichen in Unter- und Oberstadt so bleibt, wie bisher. Lucen sympathisiert dagegen zusammen mit zwei weiteren Freunden mit einer Gruppierung, die sich dafür einsetzt, dass die Güter gerecht verteilt werden und alle in die Oberstadt ziehen, wo die Luft sauberer ist und es technische Fortschritte wie fließendes Wasser für alle oder in Kraftwerken produzierten Strom gibt. Dadurch entsteht natürlich ein Konflikt in ihrer Freundschaft, aber auch, da die beiden nun 16-17 Jahre alt sind, und eine Familie gründen müssen. Auch Ludmillas Sicht gefällt mir gut. Sie ist ebenfalls ca 17 Jahre alt und interessiert sich nun immer mehr für die Menschen unterhalb ihrer Stadt. Ihr Vater ist ein schwer beschäftigter Geschäftsmann und Ludmilla beginnt sich hinter seinem Rücken für die Armen zu engagieren. Ich empfehle das Buch allen, die gerne Dystopien lesen. Mit 318 Seiten ist das Buch zwar nicht extrem dick, aber es bietet trotzdem viel Handlung und Spannung.
4,5/5 Punkten
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