von Jennifer L. ArmentroutCarlsen-Verlag
18,90€
Inhalt:
Als die 17-jährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren neuen Nachbarn zu klingeln, um neue Freunde zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zugehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat...
Meine Meinung:
Obsidian ist ein ganz anderes Buch als die, die ich sonst so lese. Es lässt sich wahrscheinlich am ehesten in das Genre paranormal-romance einordnen. Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Paranormalen Büchern oder Liebesbüchern bin, aber da ich von Obsidian einige positive Meinungen gehört hatte, wollte ich es mir auch mal anschauen.
Katy Swartz ist die 17-jährige Hauptperson und war mir direkt sehr sympathisch, da sie eine gute Mischung aus Humor und Sarkasmus besitzt. Besonders cool finde ich, dass sie einen Buchblog führt und allgemein von Büchern begeistert ist, denn oft sind sie Hauptpersonen in Jugendbüchern energiegeladene und sportliche Type, die gefühlt "zu cool" für Bücher sind. Dass Katy da die Hobbies gärtnern, lesen und bloggen hat ist mal eine sehr schöne Abwechslung. Als man dann zum ersten mal ihre Nachbarn trifft, wurde mir der Roman direkt zu klischeehaft. Natürlich ist der Nachbar überaus gutaussehend, was sich hauptsächlich durch sein Sixpack definiert und dann öffnet er auch noch passenderweise oberkörperfrei die Tür. Was für ein Zufall. Als sich das Verhältnis weiter entwickelt stellt sich dann schnell heraus, dass er eigentlich ein ziemliches Arschloch ist und sie schlecht behandelt. Katy zieht dann die logische Schlussfolgerung, dass sie ihn nicht mag, findet sein Macho "Badboy" Verhalten aber trotzdem total sexy. Im gesamten Verlauf der Geschichte setzt sich dieses Phänomen durch. Er behandelt sie schlecht aber lässt sie nie ganz in Ruhe und sie steht auf ihn, läuft ihm hinterher und findet ihn irgendwie anziehend während sie ihm aber gleichzeitig sagt, dass sie ihn für einen Mistkerl hält. Dadurch kann sich keine ernsthafte oder gesunde Beziehung aufbauen und dieses ewige hin und her ging mir teilweise echt auf die Nerven, weil es eben komplett klischeehaft Teeniemäßig ist. Auch allein schon die Namen, es ist ja irgendwie dezent auffällig, dass jemand mit dem Namen "Daemon Black" nicht so ganz harmlos und normal seien kann. Ein bisschen unauffälligerer Name wäre vielleicht nicht so auffällig gewesen.
Die sonstige Handlung baut aber an Spannung auf und wenn man nicht schon vorher so wie ich gespoilert wurde, was mit Daemon, Dee und den ganzen anderen los ist, ist die Enthüllung bestimmt ziemlich spannend und überraschend. Es gibt natürlich auch wirklich actionreiche Szenen und besonders das Ende hat es noch einmal in sich.
Fazit:
Obsidian hat eine sehr spannende Handlung mit einigen actionreichen, aber auch genug lustigen Szenen. Die Hauptperson Katy ist sehr sympathisch und weicht durch interessante Hobbies endlich mal wenigstens ein Bisschen von den Durchschnitts -Protagonisten aus Jugendbüchern ab. Ich hatte wirklich Spaß beim lesen und wollte immer wissen, wie es weiter geht. Auch Daemon ist ein interessanter Charakter, leider hat die Story durch ihn nur einen extrem klischeehaften Zug und ich habe mich regelmäßig gefragt, wieso Katy ihm denn wirklich immer hinterherrennen muss, weil das ganze so an den typischen "Badboy" erinnert. Empfehlen würde ich das Buch aber trotzdem allen, die nichts gegen Romanzen haben, denn dann kann man mit diesem Buch wirklich viel Spaß haben.
4/5 Punkten
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