Das Joshua-Profilvon Sebastian Fitzek
10,90€
Bastei Lübbe Verlag
Inhalt:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.
Meine Meinung:
"Das Joshua-Profil" ist das erste Werk, das ich von Sebastian Fitzek gelesen habe und auch gleichzeitig der erste Thriller, den ich seit einer langen Zeit gelesen habe. Also gleich vorneweg: Ich bin nicht der krasseste Thriller-Kritiker, einfach weil mir in dem Genre die Erfahrung etwas fehlt und ich kann auch die anderen Thriller von Fitzek nicht mit diesem hier vergleichen. Ich lese Thriller aber eigentlich auch mal ganz gerne und habe mich gefreut, als ich diesen hier geschenkt bekommen habe, noch dazu, weil man von Fitzek ja sehr viel Gutes hört.
Und ich muss sagen, mit hat dieser Thriller wirklich sehr gut gefallen. Er ist sehr spannend geschrieben, Langeweile kam bis zur Letzen Seite nicht vor, immer wenn man denkt, eie Situation ist gelöst, wird man in die nächste gestürzt. Zu den Hauptpersonen konnte ich schnell eine Sympathie aufbauen und was mir gefällt, ist dass der Autor mit dieser Sympathie zu spielen scheint. Teilweise wurde mein Bild über die Figuren von einem Moment zum anderen gekippt und ich mochte plötzlich Figuren, die ich gar nicht mögen wollte. Die Handlung war für mich vollkommen unvorhersehbar und bis zum Ende hatte ich eigentlich keine Ahnung, wie sich die einzelnen Fäden zusammenfügen würden und wer denn jetzt woran schuldig ist. Die Thematik des Buches bezieht sich auf mehrere Bereiche, die aber alle einen ernsten Hintergrund haben, vor allem die besprochene Pädophilie. Ich hatte aber das Gefühl, dass der Autor diese Thematik sehr ernst nimmt und viele Stunden Arbeit in die Recherche geflossen sind, weshalb es möglichst differenziert dargestellt wurde. Auch die digitale Überwachung und der Nutzen dieser in der Kriminaltechnik wird thematisiert und kann wirklich zum Denken anregen. Das einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass die Situationen oft einfach durch total unrealistische, zufällige Ereignisse gelöst werden und ich mir nicht vortsellen konnte, dass so etwas in de Realität wirklich passieren würde. Das nimmt der Geschichte dann leider stellenweise ihre Glaubwürdigkeit. Außerdem wirkt die zehnjährige Jola für ihr Alter teilweise einfach zu erwachsen. Auch wenn ihr IQ sehr hoch und sie weit entwickelt ist, hatte ich beim Lesen einfach teilweise kein Kind mehr vor den Augen.
Fazit:
Insgesamt hat mir "Das Joshua-Profil" aber sehr gut gefallen. Der richtig hohe Spannungsgehalt und die Unvorhersehbarkeit der Handlung hat mich überrascht und beeindruckt. Auch die angesprochenen Themen sind sehr interessant und wichtig und werden mit dem nötigen ernst behandelt. Eine klare Empfehlung meinerseits!
4,5/5 Punkten
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