Lady Midnightvon Cassandra Clare
19,99€
Arena-Verlag
Inhalt:
Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …
Meine Meinung:
Nach dem ich die Chroniken der Unterwelt dieses Jahr auch mal gelesen habe und von zumindest einigen der Bänden positiv überrascht war, wollte ich nun auch mal "Lady Midnight", was erst dieses Jahr erschienen ist lesen, da ich gehofft habe, noch etwas von den Charakteren aus City of Heavenly Fire zu erfahren.
Ich bin sehr schnell in die Handlung hineingeraten, da man, wenn man die Chroniken der Unterwelt gelesen hat, eigentlich schon fast alle Personen kennt. Die Hauptpersonen Emma Carstairs und Julian Blackthorn kamen als 12-jährige im dunklen Krieg bereits in City of Heavenly Fire vor und auch der damalige Angriff auf das Institut wird noch einmal berschrieben. Mir hat es gefallen, jetzt mal zu erfahren, was nach der Handlung des letzten Chroniken der Unterwelt Bandes passiert ist. Denn man erfährt nicht nur, wie es Emma und Julian ergangen ist, sondern bekommt auch etwas von den "alten" Charakteren rund um Clary und Jace und von der Welt der Schattenjäger und -Wesen an sich mit. Emma und Julian sind mittlerweile Parabatai und besonders Julians Charakter gefällt mir wirklich gut. Man merkt richtig, wie das Gewicht, ein Ersatzvater für die vier Jüngeren Geschwister zu sein, auf ihm lastet und was er alles auf sich genommen hat um so gut wie möglich für sie zu sorgen. Emma hat währenddessen immer noch mit dem Tod ihrer Eltern zu kämpfen und so rollt sie die Vorgänge während des dunklen Krieges erneut auf und das Hauptthema des Buches ist es eigentlich, herauszufinden, wie ihre Eltern gestorben sind. Aber auch die anderen neuen Charaktere, besonders die Blackthorn Kinder sind mir total sympathisch und der Familienzusammenhalt gefällt mir echt gut.
Es gibt auch in dieser neuen Reihe, wie in anscheinend allen Cassandra Clare Büchern, wieder eine bzw. mehrere Liebesgeschichten die natürlich nicht glücklich und problemlos ablaufen können und gefühlt die zweite Hälfte des Buches einnehmen, aber so ziemlich jedes mal wenn jemand am küssen ist oder sich näher kommt, kommt einfach jemand anderes ins Zimmer oder sucht einen der beiden, was nach einiger Zeit einfach nervig wird. Und es gibt wieder einen Plottwist, eigentlich sogar mehr als einen, den ich überhaupt nicht vorhergesehen habe. Das gab es auch schon bei einigen der Chroniken der Unterwelt Bücher und ich freue mich jedes mal, wenn mich ein Buch überraschen kann und ich nicht alles vorhersehen kann. Am Ende des Buches befindet sich noch eine Art Kurzgeschichte die quasi vom Inhalt her vor das letzte Kapitel von Lady Midnight gehört und dort geht es noch mal ausschließlich um die "alten" Charaktere und ich habe mich richtig gefreut etwas von Magnus und Alec zu erfahren, da die beiden meine Lieblingspersonen in den Chroniken der Unterwelt waren.
Fazit:
"Lady Midnight" hat mir sehr gut gefallen und es freut mich, dass man so viel von dem, was nach City of Heavenly Fire passiert ist, mitbekommt. Die Blackthornfamilie ist sehr sympathisch und auch die neuen Charaktere die man in diesem Buch kennen lernt sind sehr interessant, ganz besonders natürlich Mark, der mit der Vergangenheit bei der wilden Jagd zu kämpfen hat. Die Handlung war sehr überraschend und daher schön spannend. Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist höchstens die klischeehafte Liebesgeschichte, ohne die ein Cassandra Clare Buch anscheinend nicht auskommen kann.
4,5/5 Punkten
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