Donnerstag, 22. September 2016

Clockwork Angel [Chroniken der Schattenjäger #1) von Cassandra Clare [REZENSION]

Clockwork Angel
von Cassandra Clare
18,99€
Arena-Verlag

Inhalt:
Die sechzehnjährige Tessa sollte sich eigentlich darauf konzentrieren, ihren verschwundenen Bruder zu suchen - und nicht, sich in zwei Jungen gleichzeitig zu verlieben. Während in Londons Straßen nach Einbruch der Dunkelheit finstere Kreaturen umherschleichen, verstrickt Tessa sich immer tiefer in ein gefährliches Liebesgeflecht. Und schon bald braucht sie all ihre Kräfte, um nicht nur ihren Bruder zu retten, sondern auch ihr eigenes Leben.

Meine Meinung:
Aus Mangel an Lesestoff und weil mir Lady Midnight ziemlich gut gefallen hat, dachte ich, ich fange auch mal die "Chroniken der Schattenjäger" an, die zeitlich ja vor den Chroniken der Unterwelt spielen. Das Buch spielt im viktorianischen London gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Hauptperson Tessa weiß nichts von der Schattenwelt und das Buch deckt sich damit in einigen Aspekten mit "City of Bones" weil man erneut durch den ganzen Prozess von einem Charakter, der das alles nicht glauben kann und neu entdeckt etc. durch muss. Beim zweiten Mal hat mich das persönlich nicht mehr so stark interessiert, weil ich selbst ja schon weiß, worum es in der Schattenwelt geht aber extrem langweilig ist es trotzdem nicht. Clary ist imme rnoch eine andere Person als Tessa und auch im viktorianischen Zeitalter ist einiges (wenn auch nicht so viel wie ich dachte) anders als bei den Schattenjägern in der Gegenwart. Die Geschichte der Clockwork-Kreaturen bzw. des Clockwork-Angels war ganz nett, hat mich jedoch nicht wirklich umgehauen und fühlt sich damit so ähnlich an wie die in City of Bones. Zu meiner riesigen Verwunderung (Achtung Ironie :P) gibt es auch hier wieder ein Love-Triangle oder zumindest ein deutliches Liebesinteresse, was angesichts der Zeit in der das Buch spielt vielleicht nicht ganz so "schnell" wie den Chroniken der Unterwelt vorangeht, was echt was heißen will, denn auch in den Büchern waren Jace und Clary ja nicht gerade die schnellsten.^^ Ich kann in "Clockwork Angel" den Cassandra-Clare-typischen Plottwist erkennen, aber irgendwie hat der mich in diesem Buch nicht wirklich interessiert, da meine emotionale Beziehung zu den Charakteren nicht sehr groß war. Was ich nicht verstehe, ist wieso "Clockwork Angel" nicht einfach als "Uhrwerk Engel" oder so übersetzt wurde, sondern als "Klockwerk Engel"? Was soll denn ein "Klockwerk" sein? Vor allem, da später auch öfter das Wort Uhrwerk genutzt wird. Gefreut habe ich mich aber immer, wenn z.B. Magnus Bane oder Catarina Loss oder auch Camille Belcourt vorkamen, da die ja auch in den anderen Büchern eine Rolle spielen. Tessa und Jem kommen zwar auch in z.B. City of Heavenly Fire oder vorallem Lady Midnight vor, aber in die beiden muss ich mich erst noch "hineinfinden". 

Fazit:
"Clockwork Angel" ist nicht das stärkste von Cassandra Clares Büchern und bietet zwar keinen schlechten, für mich aber eher einen unspektakulären Einstieg in die Chroniken der Schattenjäger. Für mich gibt es viele Parallelen zu City of Bones, von dem ich auch nicht begeistert war, z.B. das die Hauptperson nichts von der Schattenwelt weiß und dann sehr schnell hinein gerät. In das viktorianische London muss ich mich erst noch hineinfinden und ich bin mir nicht so sicher, ob ich das in Kombination mit übernatürlichen Wesen und Magie so stimmig finde. Ich bin mir aber sicher, dass die nächsten Bände an Fahrt aufnehmen und sich die Reihe, genau wie die Chroniken der Unterwelt, noch steigert.



3,5/5 Punkten

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