Sonntag, 13. März 2016

City of Fallen Angels (die Chroniken der Unterwelt #4) von Cassandra Clare [Rezension]

City of Fallen Angels 
von Cassandra Clare
Arena-Verlag
14,99€

Inhalt (Klappentext):
Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zur Schattenjägerin und ihrer großen Liebe Jace. Doch finstere Dinge geschehen. Ist der Krieg, den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei?

Meine Meinung:

Erwartung:
Wie schon in der Rezension vom 3. Teil angedeutet, war ich etwas skeptisch, ob ein 4. Teil (und ein 5. und 6.) wirklich nötig ist, vor allem da das Ende des 3. Teils ja wirklich sehr "Friede-Freude-Eierkuchen" war und ich mir schwer vorstellen konnte, wie jetzt genug neues Material für drei (!) weitere Bände, die alle nicht dünn sind, entstehen soll. Da ich aber vom 2. und vorallem 3. Teil positiv überrascht war, wollte ich mir City of Fallen Angels trotz meiner Zweifel nicht entgehen lassen.

Bewertung:
An City of Fallen Angels hat mir gut gefallen, dass der Fokus ein Bisschen von Clary und Jace weggerückt wird und man so endlich mehr über Magnus, Alec, Isabelle und Maia erfährt. Besonders Simon bildet in diesem Band eine Hauptfigur und entwickelt dadurch, noch mehr als im 3. Teil, eine eigene Persönlichkeit und ist nicht mehr nur der beste Freund von Clary. Leider liegt der Fokus erneut auf den Liebesproblemen bzw dem Liebesleben der Charaktere. Jeder ist in irgendeine komplizierte Beziehung verstrickt und die eigentliche, relevante Handlung spielt sich größtenteils in den letzten 150 Seiten ab. Die Liebesprobleme von Clary und Jace gehen mir langsam echt auf die Nerven. Nach dem letzten Band hätte eigentlich alles gut sein können. Doch anscheinend können die beiden einfach nicht glücklich sein. Jaces' Komplexe sind echt nervig, dauernd betont er, dass er viel zu schlecht für Clary ist und das sie mehr als ihn verdient hat. Wieso kann er das nicht mal beiseite stecken und mit ihr glücklich sein? Eigentlich haben sie ja alles was sie jemals wollten. Es fühlt sich so an, als würde die Geschichte von Jace und Clary kaum vorankommen. 
Es gibt es aber auch in diesem Buch eine neue, dunkle Bedrohung. Natürlich sind die Bösen nämlich nicht alle tot und verschwunden. Für mich wirkt es so, als würde sich Cassandra Clare einfach immer eine neue Bedrohung ausdenken, wenn die erste weg oder tot ist. Ich bin mir unschlüssig, ob es wirklich nötig war, das gute Gefühl nach City of Glass wieder komlett umzustürzen. Es wirkt fast so, als wären die Errungenschaften im letzten Teil irgendwie irrelevant angesichts der neuen Bedrohungen. Trotzdem kommt in den Kampfszenen und auch manchmal bei den Liebesproblemen der Charaktere Spannung auf, allerdings bei weitem nicht so viel wie im letzten Teil. Auch der überraschende Plottwist der ersten drei Bände fehlt mir hier. Der Schreibstil der Autorin ist allerdings erneut so leicht und locker, dass man gut durch das Buch durchkommt ohne sich allzu viel zu langweilen.

Fazit:
Dieses Buch kann die Qualität von City of Glass leider nicht halten.Entsprechend meiner Befürchtungen hat dieses Buch bei mir den Eindruck erweckt, nicht wirklich nötig gewesen zu sein. Für Fans der Reihe ist es definitiv schön, mehr über Simon und andere, eigentlich eher nebensächliche, Charaktere zu erfahren. Gefühlt jeder in diesem Buch hat aber irgendwelche Liebesprobleme, die mittlerweile echt nervig sind und wenig Platz für eine eigentlich spannende Handlung gegen Ende des Buches lassen. Wem der dritte Teil nicht gut gefallen hat, dem würde ich vom City of Fallen Angels eher abraten, Fans der Reihe haben aber ihren Spaß am Buch.



3,25/5 Punkten

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